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Montag, 29. Dezember 2025

28.12.2025 China Peak - Geschichte wiederholt sich doch (nicht) / History repeats itself (not)


Kaum zu glauben, dass der eigentlich schon alte Peak-Sessellift (links) einen Vorgänger hatte (rechts)

** English Version below**

Vorwarnung: Der gestrige Blogbeitrag hat mich ziemlich viel Zeit gekostet. Diesmal fasse ich mich kürzer, es ist auch jetzt wieder 22.00 Uhr, die Etappe war sehr lang, und auch wenn ich technisch gesehen hier nicht in den Ferien bin – etwas Erholung muss sein.

Dass auch heute nicht wirklich viel Zeit zum Chillen bleibt liegt an einem taktischen Fehler, den ich beim Buchen des Hotels gemacht hatte. Madera liegt NICHT in der Nähe von China Peak, sondern gut eine Stunde vierzig Minuten davon entfernt. (Auf Google Map siehts näher aus, aber wahrscheinlich war ich nicht sorgfältig genug - muss ich nun alle Hotels nochmals überprüfen?)

Nach China Peak wollte ich bereits vor drei Jahren. Damals bin ich von Petaluma losgefahren und bis Frant (nach Fresno) gekommen, dort aber umgedreht, weil die CalTrans-App zahlreiche Unfälle auf der steilen und kurvenreichen Strasse hinauf zum Skigebiet angezeigt hat. Heute klappt es besser: Die Strasse ist gut befahrbar und seit dem Morgen besteht keine Kettenpflicht mehr. 

Die Fahrt beeindruckt mich sehr: In Madera nieselt es noch aus dem feuchten Nebel, doch auch heute fasziniert mich die Graslandschaft mit den einsamen Farmen, bevor's in die Foothills hinein- und die Sierra hinaufgeht. Aus dem Nebel heraus öffnet sich der Blick über das Nebelmeer, welches das ganze Valley bedeckt - und hinauf zu den schneebedeckten Gipfeln. Der Highway CA 168 ist eine komische Strasse: Zuerst führt sie zweispurig durch die Grashügel. Dann wird  sie plötzlich zu einer vierspurigen Autobahn, die über knapp 10 Meilen steil die Felswand entlang hinauf führt, und die dort genauso plötzlich wieder zu einer zweispurigen Passstrasse mit engen Kurven wird, wo sie wieder in die alte Strassenführung mündet (Quelle).

Die Strecke führt durch von Waldbränden gezeichnetes Gelände, vorbei an Stau- und Speicherseen und wie gestern durch kleine Ortschaften, die in die schönen Wälder eingebettet sind. Der höchste Punkt wird am Tamarack Ridge auf rund 2300 Metern über Meer erreicht, von dem es dann wieder in ein Tal hinunter geht, bevor ich Abzweigung zum China Peak Resort erreiche.

Ich bin zwar spät und habe Glück, dass andere noch später sind: Ich finde einen Parkplatz! Und das ist an einem sonnigen Wochenende nach einem Sturm in Kalifornien keine Selbstverständlichkeit.

An der Kasse geht es dann rekordverdächtig effizient. Die Verzichtersklärung, die ich heute ausfüllen muss, ist zwar endlos - aber es hat keine Schlange und so halte ich mein Ticket rasch in den Händen. 

China Peak ist von der Grösse her gut mit Dodge Ridge vergleichbar, sie weisen sogar fast auf den Punkt genau denselben Höhenunterschied auf (488/483m). Allerdings bauen sich die Pisten heute deutlich steiler bereits über der Lodge auf als gestern.

Die Daylodge gefällt mir sehr, sie deckt gefühlt jede erdenkliche Funktionalität, viele davon sogar doppelt (wie Kasse, Restaurant, Restroom, Zauberteppiche), und so ist es nicht erstaunlich, dass auch zwei Sessellifte von hier losgehen. Die Pisten bei diesen beiden Liften Summit und Canyon sind mittelsteil, die einzige für Anfänger geeignete Piste (Academy) geht vom Summit hinunter zu Lodge. Westlich davon, bei den Liften im Buckhorn-Gebiet, werden die Pisten steiler und anspruchsvoller. Nicht besonders lang, aber mit ordentlich Spassfaktor. Es hat zusätzlich etliche Diamonds durch die Bäume, ein paar wenige fahre ich, trotz überschaubarer Schneemengen sind sie erstaunlich gut zu fahren. China Peak macht wirklich Spass! Allerdings muss ich schon bald wieder los und weiter, ein mögliches Ziel heute Abend ist Aprés Ski in Las Vegas. Und bis zum Strip ist es eine 7 stündige Fahrt.

Irgendwann muss ich mir eingestehen, dass es auch heute nichts wird mit Aprés Ski in Las Vegas - die Strecke ist schlicht zu weit. Ich hoffe nur inständig, dass der Nicht-Apres-Ski in Las Vegas der einzige Teil der Geschichte ist, der sich wiederholt, und nicht wie 2015 weitere Teile davon Das Las Vegas Desaster.

Lifte (6): Summit, Canyon, Peak, Buckhorn, Park, Lakeview

Bilder vom Weg



** English Version**

Disclaimer Yesterday’s blog post took quite a bit of time. Today I will keep it shorter. It is again after 22:00, the stage was very long, and even though I am technically not on vacation here, some rest is still necessary.

The fact that there is again very little time for chilling today is due to a tactical mistake I made when booking the hotel. Madera is NOT close to China Peak, but a good one hour and forty minutes away. (On Google Maps it looks closer, but apparently I was not careful enough – do I now have to recheck all hotels?)

I already wanted to visit China Peak three years ago. Back then I set off from Petaluma and made it as far as Frant (near Fresno), but turned around there because the CalTrans app showed numerous accidents on the steep and winding road up to the ski resort. Today things work out better: the road is easy to drive, and since the morning there is no longer any chain control.

The drive impresses me a lot. In Madera it is still drizzling from the damp fog, but once again I am fascinated by the grassy landscape with its lonely farms before the road leads into the foothills and up into the Sierra. Emerging from the fog, the view opens across a sea of clouds covering the entire valley – and up toward the snow covered peaks. Highway CA 168 is a strange road: first it runs as a two lane road through rolling grass hills. Then it suddenly turns into a four lane highway that climbs steeply along a rock face for about ten miles, before just as suddenly becoming a two lane mountain road with tight curves, where it merges back into the old alignment.

The route passes through areas marked by wildfires, alongside reservoirs and dams, and, like yesterday, through small towns nestled into beautiful forests. The highest point is reached at Tamarack Ridge at around 2300 meters above sea level. From there the road descends again into a valley before I reach the turnoff to China Peak Resort.

I arrive late, but I am lucky that others arrive even later: I find a parking spot! And that is by no means a given on a sunny weekend after a storm in California.

At the ticket office things are record breaking efficient. The waiver I have to fill out today is endless, but there is no line, and within minutes I am holding my ticket.

In terms of size, China Peak is quite comparable to Dodge Ridge; they even have almost exactly the same vertical drop (488/483 m). However, today the slopes build up much more steeply right above the lodge than they did yesterday.

I really like the day lodge. It seems to cover every imaginable function, many of them even twice (ticket office, restaurant, restrooms, magic carpets), so it is not surprising that two chairlifts start from here. The slopes served by the Summit and Canyon lifts are moderately steep; the only beginner suitable run (Academy) goes from the Summit down to the lodge. To the west, in the Buckhorn area, the slopes become steeper and more demanding. Not particularly long, but with plenty of fun factor. There are also several diamond runs through the trees. I ski a few of them; despite limited snow coverage they are surprisingly good to ride. China Peak is great fun!

However, before long I have to leave again and move on. A possible destination for the evening would be après ski in Las Vegas. And it is a seven hour drive to the Strip.

At some point I have to admit that it will not happen today either. The distance is simply too long. I just sincerely hope that not having après ski in Las Vegas is the only part of the story that repeats itself – and not, as in 2015, further chapters of The Las Vegas Disaster.

Lifts (6): Summit, Canyon, Peak, Buckhorn, Park, Lakeview


Sonntag, 28. Dezember 2025

27.12.2025 Dodge Ridge - endlich Schnee / finally snow







Dodge Ridge (California)


Bei Skireisen gibt es den perfekten Plan – und dann gibt es die Realität, die selbst den ausgeklügeltsten Entwurf mühelos verändert. Auf dem Reissbrett wirkt alles überschaubar, fast elegant:

  • Abfahrtsort – Abfahrtszeit – Distanz = Reisedauer bis zum Ankunftsort – Ankunftszeit.
  • Dazu kommt die Zeit fürs Skifahren. Bei mir kalkuliert mit optimistischen zehn Minuten pro Lift für alle Lifte im Gebiet – inklusive Förderbänder und Ponylifte, auch wenn ich diese faktisch gar nicht fahre.
  • Wieder Abfahrtsort – Abfahrtszeit – Distanz. Und so weiter.

Aus der zur Verfügung stehenden Zeit ergibt sich eine bestimmte Anzahl Skigebiete. Manchmal – eher selten – gibt es sogar Bonusüberraschungen, etwa einen Lift, den man in der Planung übersehen hat. Deutlich häufiger jedoch meldet sich die Realität. Und zwar unmissverständlich.

So auch auf dieser Reise, die offiziell erst heute wirklich begonnen hat, in Wahrheit aber schon deutlich früher gravierende Änderungen erfahren musste.

Zunächst lag in der Sierra schlicht kein Schnee. Dann kündigte sich ein Sturm an. Und aus früheren Erfahrungen weiss ich, was das in Kombination mit Mietautos bedeutet: Der Weg in die Skigebiete kann schnell unmöglich werden. In San Francisco lassen sich keine Fahrzeuge mit Winterreifen mieten, und das Anbringen eigener Schneeketten an Mietautos ist verboten.

In diese ohnehin fragile Planung spielen weitere Faktoren hinein: die Weihnachtsfeiertage mit ihren Verpflichtungen sowie der fixe Termin, Silvester am 31.12. in Santa Fe, New Mexico, zu feiern. Entsprechend klein ist der Spielraum, Etappen nach hinten zu verschieben.

Ironischerweise kommt mir dabei ausgerechnet die Schneearmut in Southern California entgegen. Dort liegt praktisch kein Schnee, und auch der Sturm bringt kaum Neuschnee. Das verschafft mir zwei Tage «Gewinn» – allerdings um den Preis von drei verlorenen Skigebieten.

Der eigentliche Auftakt meiner Skireise findet deshalb nicht wie geplant am 25.12. in der Donner Ski Ranch statt, sondern heute, am 27.12. – entweder in Bear Valley oder an der Dodge Ridge.

Der Sturm endet gestenr am Abend, Ich fahre in die Foothills der Sierra, nach Sonora, und hoffe darauf, mit meinem Auto zumindest eines der beiden Skigebiete erreichen zu können.

Die Kreise sind Kettenkontrollen

Unter normalen Bedingungen wäre ich um sieben Uhr morgens im ersten Gebiet gestartet, um mir einen Parkplatz zu sichern, und am späteren Nachmittag im zweiten Gebiet angekommen. Nun kehren sich die Verhältnisse um. Ich bin zwar bereits um sechs Uhr wach, muss aber warten. Auf beiden Zufahrtsstrassen finden heute früh noch Kettenkontrollen statt. 

Nach dem Frühstück verschwinden in der CalTrans-App bei der Zufahrt zur Dodge Ridge die Markierungen, die auf Kontrollstationen hinweisen. Ich fahre los. Die Strasse ist geräumt – bis auf das letzte Stück hinauf zum Skigebiet, das mein AWD jedoch problemlos bewältigt.

Die Verspätung ist zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits erheblich. Zusammen mit den weiter unten beschriebenen Umständen ist das zweite Gebiet, Bear Valley, heute realistisch nicht mehr erreichbar.

Diese lange Einleitung soll den Rahmen dafür bilden, dass ich trotz vieler «verlorener» Gebiete dankbar bin, hier sein zu dürfen und die Skireise in diesem frisch verschneiten kalifornischen Winter Wonderland zu starten.

Das – vor allem wegen der kurzen Pisten – eher kleine Skigebiet besteht aus drei Teilsektoren: einem Anfängersektor direkt bei der Lodge, einem sportlicheren Bereich, erschlossen durch die beiden Lifte Gold Rush und Prospector, sowie der «Back Bowl» beim Lift Boulder Creek mit den anspruchsvollsten Abfahrten. Von mehreren anderen Liften führen zudem kürzere, steilere Routen. So gemütlich das Skigebiet ist und so dankbar ich bin, hier sein zu dürfen, wird mir dennoch schnell bewusst, wie unterschiedlich das Skifahren hier im Vergleich zu Europa ist.

  • Weil Saisonbeginn ist und viele Locals ihre Saisonpässe vor Ort abholen und jeweils noch eine Haftungsverzichtserklärung unterzeichnen müssen, entsteht eine eigentlich nicht sehr grosse Schlange, in der ich dennoch rund 90 Minuten warte. Am Schalter selbst dauert es dann weniger als zwei Minuten, bis mein IndyPass aktiviert ist.
  • Möglicherweise lässt sich auch mit dem Saisonbeginn erklären, weshalb es im weitgehend leeren Restaurant Waystation Lodge rund 30 Minuten dauert, bis ein Burger oder Hotdog serviert wird.
  • Und schliesslich: Dodge Ridge verfügt über keinen einzigen Highspeed-Lift. Alle Sessellifte sind fixgeklemmt, langsam – und sie halten häufig an.
Mit diesen Eindrücken verlasse ich das Resort und fahre durch die weiten Grashügel zu meinem nächsten Etappenort.

** English Version **

When travelling for skiing, there is the perfect plan – and then there is reality, which can effortlessly alter even the most carefully designed itinerary. On the drawing board, everything looks manageable, almost elegant:

  • Departure point – departure time – distance = travel time to the destination – arrival time.
  • On top of that comes the time for skiing itself. In my case calculated with an optimistic ten minutes per lift for all lifts in the resort – including conveyor belts and pony lifts, even though I do not actually ski those.
  • Again: departure point – departure time – distance. And so on.

Based on the time available, this results in a certain number of ski resorts. Occasionally – rather rarely – there are even bonus surprises, such as a lift that was overlooked during planning. Much more often, however, reality intervenes. And it does so quite clearly.

This has also been the case on this trip, which officially only really started today, but in fact had already undergone significant changes much earlier.

At first, there was simply no snow in the Sierra. Then a storm was forecast. From past experience, I know what that means in combination with rental cars: access to ski resorts can quickly become impossible. In San Francisco, rental cars do not come with winter tyres, and fitting your own snow chains to a rental car is prohibited.

Further factors add to this already fragile planning: the Christmas holidays with their commitments, and the fixed date of spending New Year’s Eve on 31 December in Santa Fe, New Mexico. As a result, there is very little flexibility to shift stages further back.

Ironically, the lack of snow in Southern California actually works in my favour. There is hardly any snow there, and the storm does not bring much new snowfall either. This effectively gives me two extra days – though at the cost of losing three ski resorts.

For this reason, the actual start of my ski trip does not take place as planned on 25 December at Donner Ski Ranch, but today, on 27 December – either at Bear Valley or at Dodge Ridge.

The storm ended last night. I drive into the foothills of the Sierra, to Sonora, hoping to be able to reach at least one of the two resorts with my car.

Under normal conditions, I would have started in the first resort at around seven in the morning to secure a parking spot, and arrived at the second resort later in the afternoon. Now, the situation is reversed. I am awake by six, but I have to wait. Early this morning, chain controls are still in place on both access roads.

The tires stand for chain controls

After breakfast, the markings indicating control points disappear from the CalTrans app on the road to Dodge Ridge. I set off. The road is cleared – except for the final stretch up to the resort, which my AWD handles without difficulty.

By this point, however, the delay is already considerable. Combined with the circumstances described below, the second resort planned for today, Bear Valley, is no longer realistically reachable.

This long introduction is meant to provide the context for why, despite many “lost” resorts, I am grateful to be here and to begin this ski trip in a freshly snow-covered Californian winter wonderland.

The ski area itself – relatively small, mainly due to its short runs – consists of three sectors: a beginner area directly at the lodge; a more sporty sector served by the Gold Rush and Prospector lifts; and the “Back Bowl” accessed by the Boulder Creek lift, offering the most demanding runs. From several other lifts, there are also shorter, steeper routes. As cosy as the resort is, and as grateful as I am to be here, it quickly becomes apparent how different skiing here feels compared to Europe.

  • Because it is the start of the season and many locals are collecting their season passes on site – each time having to sign a liability waiver – there is a queue that is not particularly long, yet I still wait around 90 minutes. At the counter itself, it takes less than two minutes to activate my IndyPass.
  • The start of the season may also explain why, in the largely empty Waystation Lodge restaurant, it takes about 30 minutes for a burger or hot dog to be served.
  • And finally: Dodge Ridge does not have a single high-speed lift. All chairlifts are fixed-grip, slow – and they stop frequently.

With these impressions, I leave the resort and drive through the wide grassy hills towards the next stage of my journey.

Lifts (6): Prospector, Boulder Creek, Gold Rush, Clementine, Motherlode, Tripple Nugget

Montag, 22. Dezember 2025

21.12.2025 Der Plan ändert sich. Project 101 nicht // The plan changes. Project 101 doesn’t.


** english version below **

Der ursprüngliche Plan für den Start des "Project 101" war einfach.

Von Petaluma in die Sierra, über Tahoe, dann nach Süden bis nach Southern California, in die Skigebiete um Los Angeles. Eine klare Linie, gut ausbalanciert zwischen Distanz, Ski-Zeit und Rhythmus. Auf dem Papier ergab alles Sinn.

Dann griff der Winter ein.

Im Norden explodieren gerade die Schneefallprognosen. Nicht nur frischer Schnee, sondern jene Mengen, die Zufahrtsstrassen schliessen lassen - ich habe das zur Genüge erlebt und ja, es gibt noch immer keine Schneeketten zum Mietauto am Flughafen von San Francisco.

Und im Süden geschah das Gegenteil. Zu wenig Schnee, damit die Skigebiete zuverlässig geöffnet werden können, und vom Winterstorm scheinen diese auch nicht profitieren zu können.

Nicht genug Schnee. Zu viel Schnee. Zur gleichen Zeit! Das muss man erst mal verstehen können.

Teile des Plans müssen deshalb aufgegeben werden, ganze Regionen verschwinden aus der Route. 

Der neue Plan ist weniger elegant. Er ist kürzer, biegt nach drei Tagen nach Osten ab, verschiebt Prioritäten und stellt Pragmatismus (nur noch 3 Gebiete in der Sierra und keines in LA) über die geplante Perfektion, wobei letztere ja gar keine Alternative mehr ist.

Zuerst frustrierte mich das, dann aber wurde mir wieder bewusst, dass es eben nicht so einfach ist, mit dem Skigebiete sammeln, weil Anpassung immer Teil jedes langen Ski-Projekts ist. Und so wird das auch in diesem Projekt sein: Manche Tage werden dem Skifahren gehören. Andere dem Erreichen des nächsten Ortes, an dem Skifahren überhaupt möglich ist.

Der Plan ändert sich.
Project 101 nicht. 

** English Version **

The original plan for the start of Project 101 was simple.

From Petaluma into the Sierra, across Tahoe, then south into Southern California, to the ski areas around Los Angeles. A clean line, well balanced between distance, ski time and rhythm. On paper, everything made sense.

Then winter stepped in.

In the north, snowfall forecasts are exploding. Not just fresh snow, but the kind of amounts that close access roads. I have experienced this often enough – and yes, there are still no snow chains included with a rental car at San Francisco airport.

In the south, the opposite is happening. Too little snow for ski areas to open reliably, and they do not seem to benefit from the winter storm either.

Not enough snow.
Too much snow.
At the same time. That takes a moment to wrap your head around.

As a result, parts of the plan have to be abandoned. Entire regions disappear from the route.

The revised plan is less elegant. It is shorter, turns east after three days, shifts priorities and puts pragmatism ahead of the planned perfection – only three ski areas left in the Sierra and none around Los Angeles. And in truth, perfection is no longer an option anyway.

At first, this frustrated me. Then I was reminded that collecting ski areas is never that simple, because adaptation is always part of any long-distance ski project. And that will be true for this one as well: some days will be about skiing. Others will be about reaching the next place where skiing is even possible at all.

The plan changes.
Project 101 doesn’t.

Sonntag, 30. Januar 2022

Grand Tour Of The North - Abschluss / Final




Zurück in der Schweiz bleibt mir die Freude, die Reise noch einmal zu durchleben beim Schreiben der Blogeinträge und beim Erstellen der Karte. 

Die Fahrten durch die Weiten des Wilden Westens, die überraschend tollen Skierlebnisse an Bergen, die doch um einiges kleiner sind als in den Alpen, die zahlreichen schönen Begegnungen, das McBreakfast für den Weg durch die Steppe, um an einer Backbowl zu staunen, welches Terrain den Skifahrern eröffnet wird, wo in Europa schon längst dicke rote Absperrnetze den Weg versperren würden... dieser Roadtrip mit Ski (Danke Christian für den Namen) war weit, wunderschön und macht Lust auf weitere Wintertage im Nordwesten der USA. Da fehlen ja noch ein paar Gebiete....

Back in Switzerland, I am delighted to relive the trip while writing the blog entries and creating the map. 

The trips through the vastness of the Wild West, the surprisingly great skiing experiences on mountains that are nevertheless much smaller than in the Alps, the numerous beautiful encounters, the McBreakfast for the way through the steppe to marvel at a backbowl, which terrain is opened to skiers, where in Europe already thick red barrier nets would block the way... this road trip with ski (thanks Christian for the name) was far, beautiful and makes you want to spend more winter days in the northwest of the USA. There are still a few areas missing....

Gebiete der Tour: 33 (32 davon neu) / 33 resorts, 32 of them are new (* = Indypass, 15 resorts)

Mt Shasta*
Mt Ashland*
Mt Bachelor
Mission Ridge*
Lookout
Silver Mt*
Mt Spokane
Schweitzer Mt
Blacktail*
Whitefish
Montana Snowbowl
Lost Trail*
Discovery
Great Divide*
Bridger Bowl
Red Lodge*
Big Sky
Grand Targhee
Kelly Canyon
Snow King Jackson*
White Pine*
Beaver Mt*
Cherry Peak
Pebble Creek
Pomerelle*
Magic Mt
Sun Valley
Soldier Mt*
Tamarack*
Brundage*
Bogus Basin
Heavenly

Thank you for amazing moments!

Dienstag, 25. Januar 2022

19 January 2022: Heavenly/Nevada: The 8th state on the Grand Tour Of The North / Nevada: Der 8. Staat auf der Grand Tour of the North

Schon toll, die Sicht auf den Lake Tahoe. Links California, rechts Nevada

Heavenly ist das 33. Skigebiet auf dieser Grand Tour of the North und das letzte, das einzige Gebiet in Nevada (und zu Teilen in California) und das einzige, das nicht ganz neu ist für mich. 2015 war ich bereits einmal hier, allerdings war aufgrund der Dürre mehr als die Hälfte geschlossen. Nun bekommt Heavenly die Gelegenheit, einiges von damals wieder gut zu machen. Zuerst: Mit Nevada sind es 8 Staaten, in denen ich auf dieser Tour Ski gefahren bin. Und dann: Heavenly ist nicht nur ein flaches Gebiet mit einer tollen Sicht auf den Lake Tahoe für Anfänger. Heavenly hat auch ein Terrain mit dem Potenzial, Skifahrer direkt in den Himmel zu befördern: Mott Canyon und Killebrew Canyon, die beide am Mott Canyon Lift enden, sind wohl zu Teilen 45° steil (oder messt selbst am Bild unten). 

Heavenly is the 33rd ski area on this Grand Tour of the North and the the last one, the only one in Nevada (and parts of California) and the only one that's not entirely new to me. I was here once before in 2015, but more than half of it was closed due to the drought. Now Heavenly gets a chance to make up for some of that time. First: Nevada is the 8th state I've skied on this tour. And then: Heavenly isn't just flat terrain with a great view of Lake Tahoe for beginners. Heavenly also has terrain with the potential to take skiers literally straight to heaven: Mott Canyon and Killebrew Canyon, both of which end at the Mott Canyon lift, are arguably 45° steep in parts (or measure for yourself at the picture below).

Das letzte Gebiet hat das steilste Terrain. Was für ein Finale vor dem Weg zurück nach Petaluma, nach San Francisco, nach Los Angeles, nach Zürich. Goodnight California https://www.youtube.com/watch?v=Z92NiX-d-tE!

The last area has the steepest terrain. What a finale before heading back to Petaluma, to San Francisco, to Los Angeles, to Zurich. Goodnight California https://www.youtube.com/watch?v=Z92NiX-d-tE!

Heavenly (neue Lifte 11): Boulder, North Bowl, Sky Express, Canyon Express, Patsy's, Groove, First Ride, Gunbarrel Express, Powderbowl Express, Galaxy, Mott Canyon,

Gunbarrel hat auch Terrain

Mily Way Bowl mit Sicht auf das Carson Valley.

Thank God I din't! Die I mean.


Mott Canyon. Is it 45°?

No way back: Mott Canyon

Die haben extra Schauspieler hingestellt die einen Unfall simulieren, um die Gefahr echt zu machen!
They put extra actors to simulate an accident to make the hazard real!

Wohl auf dem Weg nach Montana...

After the Covid-Test on the way to the airport

After the airport 
https://www.youtube.com/watch?v=Z92NiX-d-tE

Montag, 3. Januar 2022

2 January 2022 Start of the Grand Tour of the North: Mount Shasta* & Mount Ashland*

Nach wunderschönen Festtagen in Petaluma geht es los mit der Grand Tour of the North,

Das mit dem Einfahren hat noch nicht so gut geklappt - es lag schlicht zu viel Schnee in der Sierra Nevada, die Highways waren geschlossen und die Skigebiete, die geöffnet und erreichbar waren waren überfüllt. 

So ist es dieser sonnige Neujahrstag 2022, an dem ich mich auf den Weg mache. Die Route führt mich die Interstate 5 hinauf nach Nordkalifornien, wo ich in Mount Shasta übernachte.

After wonderful holidays in Petaluma we start with the Grand Tour of the North, The warm up didn't work out so well yet - there was simply too much snow in the Sierra Nevada, the highways were closed and the ski resorts that were open and accessible were crowded. 

So it is this sunny New Year's Day 2022 that I hit the road. The route takes me up Interstate 5 to Northern California, where I stay overnight in Mount Shasta.

#641: Mount Shasta
Es ist nur eine kurze Fahrt vom Ort hinauf zum Skigebiet, auf der ich zuerst alleine unterwegs bin, bis sich plötzlich mehr und mehr Autos sammeln und am Ende ein ganzer Konvoi unterwegs ist. Die 2017 erwobene Parkplatzparanoia werde ich wohl nie mehr los. Doch hier sind obwohl Sonntag und Holidays noch Parkplätze vorhanden. Es ist zwar einiges los in der kleinen Lodge, doch die Lifte sind noch leer.
Das Gebiet ist ein Arena-Gebiet, erschlossen von drei Liften, die im Uhrzeigersinn immer anspruchsvoller werden. Der Marmot Lift führt zu flachen Pisten, der Coyote Lift zu mittleren und der Douglas Lift erschliesst steilere Abfahrten. Ein kleines komplettes Gebiet haben sie hier. Und wenn sich auch noch der 4322 Meter hohe Vulkan Mount Shasta in seiner Pracht gezeigt hätte wäre er wirklich vollkommen gewesen, dieser Einstieg in die Grand Tour.

It's only a short drive from the village up to the ski resort, where I'm traveling alone at first, until suddenly more and more cars gather and in the end a whole convoy is on the road. I will probably never get rid of the parking paranoia that I earned in 2017. But everything is fine: although it is Sunday and holidays,  there are still parking spaces available. It is quite busy in the small lodge, but the lifts are still empty.

The area is an Arena-type, accessed by three lifts that become more and more challenging in a clockwise direction. The Marmot lift takes you to flat runs, the Coyote lift to medium runs, and the Douglas lift opens up steeper runs. A small complete area here. And if also the 4322 meter high volcano Mount Shasta would have shown itself in its splendor, it would have been really perfect, this entry into the Grand Tour.

Lifte 3: Marmot, Coyote, Douglas

#642; Mount Ashland
Ich fahre ein Stunde weiter nach Norden und bin zum ersten Mal in Oregon. Die Zufahrt zum Gebiet führt über eine gut 15 Kilometer lange schneebedeckte Strasse immer weiter hinauf, die Aussicht wird immer gewaltiger. Allerdings wird auch der Wind immer stärker und oben angekommen bestätigt sich meine Befürchtung, dass der Wind die Skifreuden trüben wird: Der höchste Lift Ariel hat den Betrieb eingestellt. Da dieser rund 50% aller Abfahrten im Gebiet bedient wird das an sich schon kleine Gebiet noch kleiner. Was bleibt ist die super Aussicht auf verschiedene Vulkane hier. Und die beeindruckende Fahrt durch das Rogue Valley, hinauf auf die Hochebene High Desert, die auf meiner Strecke aber noch aus endlosen Pinienwäldern besteht. die Steppe kommt dann weiter östlich, bis nach Bend. 

I drive an hour further north and am in Oregon for the first time. The access road to the area leads over a good 15 kilometer long snow-covered road further and further up, the view becomes more and more tremendous. However, the wind is also getting stronger and stronger and when I reach the top, my fear that the wind will affect the skiing is confirmed: The highest lift, Ariel, has ceased operation. Since this lift serves about 50% of all slopes in the area, the already small area becomes even smaller. What remains is the fantastic view of various volcanoes here. And the impressive ride through the Rogue Valley, up to the High Desert plateau,  to Bend. 

Lifte 3: Windsor, Comer, Sonnet







Mittwoch, 1. Februar 2017

January 27th 2017: Sugar Bowl & Boreal

Sugar Bowl in Sugar Bowl
Ein grosses Skigebiet fehlte mir noch in North Tahoe: Sugar Bowl, und das wollte ich unbedingt noch besuchen - bevor ich mich dann doch auch noch ein bisschen den Surroundings von San Francisco (Napa, Petaluma, Point Reyes, Sonoma) widmen wollte.



Beeindruckend, dass Colfax (1950 Einwohner) und Auburn (13500) eigene Zeitungen haben.
Nach den beiden traumatisierenden Erfahrungen mit der Bay Bridge wähle ich diesmal den Weg über die Golden Gate Bridge. Schon cool so einen Skitrip zu beginnen (auch wenn das für hier normal ist). Das geht diesmal dann auch ohne Stau und führt mich schon mal durch Sonoma und an Napa vorbei (wenn auch im Dunkeln) hin ins selbe Motel wie am 13. Januar. Im Vergleich zum Martin Luther King Weekend ist's aber super ruhig - und es hat noch einmal mehr Schnee als vor zwei Wochen, der grosse Sturm am letzten Wochenende hat nochmals mächtig was draufgegeben.

Immer und immer wieder cool
Mt Disney
Mt Disney
Mt. Lincoln
Blick in Richtung Squaw Valles
Ein kleines gemütliches Familiegebiet
Powder!
Crows Peak

Sugar Bowl kann mit dem Auto oder der Gondelbahn (deren Funktion sich mir nicht wirklich erschliesst) von der anderen Talseite erreicht werden. Das Skigebiet besteht aus mehreren Bowls (überrascht nicht wirklich bei dem Namen), die einige schöne Steilhänge bieten (gefahren bin ich Sugar Bowl, Nancy's Couloir, Crow's Face). Die Pisten aber sind dann doch eher (sehr) kurzer Natur, so dass Kirkwood, das einen ähnlichen Charakter aufweist, seinen zweiten Platz in Tahoe nicht verliert. Dennoch: Skifahren macht natürlich auch hier Spass!
Kommt da wirklich noch mehr runter?


Fürs Nachmittagsprogramm fahre ich eine Viertelstunde rund um einen Hügel herum nach Boreal, einem Snowboard Mekka (weils so einfach und billig ist), das dann doch gar wenig bietet (erinnert stark an Lecht in Schottland ohne den Exotenbonus dort). Immerhin cool: Es gibt einen Eingang mit Ticketkontrolle, so dass das nicht an jedem Lift geschieht (Tickets werden in den USA mit Ausnahme der Epic-Resorts von Hand gescannt). Und die Schneeberge am Parkplatz, die sind auch ... wow!
Gefährliche Ausfahrten.


Der Eingang

Das Gebiet
Der Höhepunkt
Das waren die beiden Skigebiete. Ein toller Beginn für ein tolles Wochenende, das im Schnee beginnt und am Meer endet. Das ist schon cool hier.

Lifte Sugar Bowl (8)
Gondelbahn: Village Gondola
Sesselbahnen: Nob Hill, Christmas Tree, Jerome Hill, Mt. Lincoln, Disney, Crow's Peak, Judah

Lifte Boreal (4), all chairs
Accelerator, 49er, Flying Dutchman, Cedar Ridge