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Freitag, 23. Januar 2026

22.01.2026 Der wärmste Tag für den Rest meines Trips? Greek Peak & Titus Mountain


Bilder gespeichert von https://www.weather.gov/btv/ 

Aktuell dominiert in den Medien Davos die kommende Kaltfront: Hypothermia, Frostbites, nicht ungeschützt aus dem Haus gehen, Haustiere drinnen behalten, und Winter Storm Warning, Winter Storm Watch, Winter Storm Advisory, Extreme Cold Warning, Lake Effect Snow Warning und heute noch unterwegs gesehen (und erlebt) Snow Squawl Warning. Wetter ist gefährlich, 2/3 der USA sind aktuell mit den entsprechenden Warnfarben eingefärbt. Als ich heute auf dem Sessellift einen Liftpartner frage, was er am Samstag mache (dann sind die Temperaturen am tiefsten) sagt er: "Samstag gehe ich langlaufen, der Schnee ist wunderbar, wenn es so kalt ist." Ich lache und sage ihm, dass die Medien aber eine andere Stimmung verbreiten. Seine Antwort: "Die wollen, dass die Leute Lebensmittel einkaufen" (Die Leute kaufen bei solchen Warnungen Lebensmittelvorräte). So ganz harmlos wird das aber nicht sein; Die Menschen in den nördlichen Regionen werden sich solche Cold Snaps wohl gewöhnt sein, in den weiter südlichen betroffenen Staaten eher nicht. Und dann haben wohl auch hier nicht alle Zugang zu Heizung und warmem Wasser. Naja, sehen wir mal. Kleidungsmässig habe ich wohl meine wärmsten Kleider dabei. Minus 20 Grad und kälter hatten wir früher in Scuol auch (wenn ich mich richtig erinnere). 

Screenshot https://www.northcountrypublicradio.org/news/story/52911/20260122/titus-mt-pisgah-closed-this-weekend-whiteface-reduced-due-to-cold

Schwieriger wird es dann, wenn die Skigebiete zu machen. Titus Mountain sagt, dass sie sich als Familiengebiet bezeichnen und es unverantwortlich finden, dass Kinder bei diesen Temperaturen in der Kälte sind. Schauen wir mal, wie meine weiteren ab Samstag geplanten Skigebiete betroffen sind.







Greek Peak (290 Höhenmeter)
Der Tag beginnt mit milden Minus 2°C und Sonnenschein in Ithaca. Nach einer kurzen Fahrt erreiche ich Greek Peak. Auf dem Sessellift denke ich: Ithaca ist doch auch griechisch (die Insel, auf der Odysseus zu, hat das einen Bezug? Und siehe da: Der Name des Skigebiets ist eine Referenz an die vielen Ortschaften in der Region, die griechische Namen tragen. Bei der Anfahrt zum Skigebiet kriege ich beinahe eine Halsstarre, so hoch hinauf geht der Sessellift! Nach den vielen Skigebieten in den letzten Tagen, die nur einen Drittel der Höhenmeter aufwiesen bauen sich diese 290 Höhenmeter massiv vor mir auf. Zum Vergleich; Das sind leicht mehr Höhenmeter als der Clünas und der Naluns in Scuol aufweisen. 

Es gibt einen Hauptbereich, der vom Hauptlift (einem beschleunigten fixgeklemmten 4er Sessellift) und weiteren Liften erschlossen. Es hat dort zahlreiche Pisten, rechts von den Lifen auch etwas steilere. Daneben gibt es einen zweiten Bereich, der mit zwei Sesselliften erschlossen wird. Es sind nur wenige Piste offen, doch die Abfahrt zum Lift 5 ist weit und macht grosse Freude. Allerdings hat es nicht viel Schnee, unter der knappen Neuschneedecke gibt es viel Eis.

Lifte (4): 1,3,4,5

Ich mache mich auf den weiten Weg nach Malone, wegen der späten Öffnung (10:30) der Lifte 4 und 5 in Greek Peak bin ich in Verzug, und der Snow Squawl sowie die zahlreichen Schneeverwehungen auf der Strasse beschleunigen meine Fahrt nicht wirklich. 





Titus Mountain (290 Höhenmeter)
Soll ich noch auf die Piste oder direkt ins Motel? Irgendwann sage ich mir: Höchstwahrscheinlich werde ich nie mehr hier sein, also mitnehmen, was noch drinliegt. Ich erreiche den Parkplatz um 15:45 Uhr, ich stürze mich in die Skischuhe, renne zun Schalter und frage, ob ich noch Tickets kaufen könne. Ja, in 40 Minuten sei aber Schluss. Und Tickets gibt nur online. Ich setze mich und versuche mich ins Netz einzuloggen, es geht nicht. Ich frage den Typen, weshalb ich mich nicht einloggen kann, Er meint, sie hätten kein öffentliches WLAN (weshalb ist denn so eines angezeigt?) und der Empfang sei draussen besser. Also: Es sind nur Online-Käufe möglich, aber sie haben kein WLAN. Sehe nur ich da einen missing Link? 

Es klappt dann doch irgendwann und ich sitze auf dem Sessellift, vor mir die Pistenkontrolle, die natürlich bereits damit beginnt, die Pisten abzusperren. Ich sehe den hinteren Teil des Gebiets also nicht, habe aber ein paar Abfahrten vorne in schönstem Powder. Auch wenn ich zuerst etwas frustriert bin: Besser zwei Lifte als keinen.  (Für das Council: Ich werde dieses Gebiet mit einem Stern versehen).

Lifte 2: I, IV

** English **

At the moment, the media is dominated by reports about the approaching cold front: hypothermia, frostbite, warnings not to leave the house unprotected, to keep pets indoors, and a whole range of alerts – Winter Storm Warning, Winter Storm Watch, Winter Storm Advisory, Extreme Cold Warning, Lake Effect Snow Warning, and today, something I saw (and experienced) on the road: a Snow Squall Warning. Weather has become dangerous, and roughly two thirds of the United States are currently covered in warning colours.

When I ask a lift partner on the chairlift today what he plans to do on Saturday (when temperatures will be at their lowest), he replies: “On Saturday I’ll go cross-country skiing – the snow is wonderful when it’s this cold.” I laugh and tell him that the media is painting a very different picture. His response: “They want people to buy groceries.” (During such warnings, people tend to stock up on food.)

That said, this will not be entirely harmless. People in the northern regions are likely accustomed to these cold snaps; in the more southern affected states, probably less so. And not everyone here has access to reliable heating and hot water. We’ll see. In terms of clothing, I have brought my warmest layers. We used to have –20°C and colder in Scuol as well (if I remember correctly).

It becomes more complicated when ski resorts start to close. Titus Mountain states that they see themselves as a family resort and consider it irresponsible for children to be outside in such cold conditions. We’ll see how my remaining ski areas planned from Saturday onwards are affected.

Greek Peak (290 meters vertical)

The day begins with a mild –2°C and sunshine in Ithaca. After a short drive, I arrive at Greek Peak. Sitting on the chairlift, I think: Ithaca is Greek too – the island Odysseus came from. Is there a connection? And indeed: the name of the ski area refers to the many towns in the region that carry Greek names.

On the approach to the resort, I almost get a stiff neck – the chairlift climbs very steeply. After many ski areas over the past few days with only a third of this vertical, these 290 meters feel substantial. For comparison: that is slightly more vertical than Clünas and Naluns in Scuol.

There is a main area served by the primary lift (a sped-up fixed-grip quad chairlift) and several additional lifts, with numerous runs, including some steeper ones to the skier’s right. There is also a second area served by two chairlifts. Only a few runs are open, but the descent down to Lift 5 is wide and great fun. Snow coverage, however, is limited; beneath the thin layer of fresh snow, there is a lot of ice.

Lifts (4): 1, 3, 4, 5

I then set off on the long drive to Malone. Because Lifts 4 and 5 at Greek Peak only open at 10:30, I am already running late, and the snow squall as well as frequent snowdrifts on the road do little to speed things up.

Titus Mountain (290 meters vertical)

Should I still ski, or go straight to the motel? At some point I tell myself: I will most likely never be here again, so I might as well take whatever is still possible. I reach the parking lot at 3:45 pm, throw myself into my ski boots, run to the ticket counter, and ask whether I can still buy a ticket. Yes – but there are only 40 minutes left. And tickets are available online only.

I sit down and try to log in, but it doesn’t work. I ask the guy why I can’t log in. He tells me they don’t have public Wi-Fi (then why is one showing up?) and that reception is better outside. So: tickets can only be purchased online, but there is no Wi-Fi. Am I the only one seeing the missing link here?

Eventually it works, and I find myself on the chairlift, with ski patrol ahead of me already starting to close the runs. I don’t get to see the back side of the resort, but I do manage a few runs on the front in beautiful powder. Even though I am initially a bit frustrated: two lifts are better than none. (For the record: I will mark this resort with an asterisk.)

Lifts (2): I, IV









Donnerstag, 22. Januar 2026

21.01.2026 Peek'n'Peak und Holiday Valley: Es geht aufwärts bevor es abwärts geht (aber massig)

Holiday Valley: Chute Quad

Nach der Nacht in Ohio geht es kurz durch Pennsylvania und gleich nach der Grenze im Südwesten des Bundesstaats New York befindet sich dann das erste Gebiet des Tages: Peek'N'Peak.

Real Estate, auch hier.

Man kann den Locals keinen Vorwurf machen: Wo ein Skigebiet möglich ist steht auch eins.

Peek'N'Peak (122 Höhenmeter gemäss Skigebietswebseite, 105m gemäss skiresort.de)

ist ein Resort am Fuss eines kleinen Hügels - ich habe mir länger überlegt, ob das hier derselbe Typ ist wie Afton Alps: Ein Gebiet aus einer Talsohle hinaus. Aber auch wenn die Verticals in etwa dieselben sind, ich glaube PK2 liegt tatsächlich am Fusse eine Hügels. Es gibt gleich drei Doppelsessellifte, die Pisten sind breit und super präpariert - aber eben, kurz. Kurz ist dann auch mein Aufenthalt hier. Denn auf das nächste Gebiet bin ich sehr gespannt.

Lifte (5): Sessellifte 6, 8, 5, 1, 3



Holiday Valley (230 Höhenmeter)

Seit Granite Peak hatte kein Skigebiet mehr mehr als 200 Höhenmeter (und ich glaube, es wird auch kein solches mehr auf meiner Reise kommen). Die 230 Höhenmeter sind dann auch eher symbolisch wichtig, denn Holiday Valley ist aus anderen Gründen interessant: Das Resort wurde von den Lesern des Ski Magazine als viertbestes Gebiet des Ostens ausgezeichnet (Link).

Das Skigebiet kann dann auch eine ganze Reihe mehr als alle anderen, die ich seit Milwaukee gefahren bin. Es besteht aus zwei Gipfeln und zwei Talenden, hat 10 ernstzunehmende Sessellifte und - JA - vier davon sind Expressslifte! An den Liften Yodeler, Chute, Eagle und Snowpine hat es richtige Abfahrten mit Gefälle und einiges an Länge, auch wenn man die Hänge locker ohne Pause befahren kann (der Spruce Lake war leider geschlossen und kann nicht beurteilt werden). So cruise ich hin und her durch das Gebiet, bis ich alle Lifte gefahren bin, und freue mich auf die kommenden Skigebiete. Hoffe, Holiday Valley war der Anfang vom Aufstieg.

Lifte (10) : Creek Side Quad, Sunrise Quad, Snowpine Quad, Cindy's Quad, Mardi Gras Express Six Pack, Tannenbaum Express Quad, Yodeler Express Quad, Eagle Quad, Morningstar Express Quad, Chute Quad

Von nun an gehts bergab

Heute und morgen sind die letzten "warmen" Tage, bevor es so richtig richtig knackig kalt wird. Winter wollte ich und Winter bekomme ich. Minus 22° Celsius werden es am Samstag in Maine. Das erinnert mich an früher.  Ob ich das heute auch noch lustig finde?



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After the night in Ohio, the route briefly passes through Pennsylvania, and just after crossing the border into the southwest of New York State lies the first ski area of the day: Peek’n’Peak.

Peek’n’Peak (122 meters vertical according to the resort website, 105 metres according to skiresort.com)
Peek’n’Peak is a resort located at the foot of a small hill. I spent some time wondering whether this might be the same type of area as Afton Alps: a ski area rising out of a valley floor. But even though the vertical drops are roughly comparable, I believe Peek’n’Peak actually sits at the base of a hill. There are three double chairlifts, the slopes are wide and very well groomed – but, as expected, short. As a result, my stay here is short as well, because I am very curious about the next area.

Lifts (5): Chairlifts 6, 8, 5, 1, 3

Holiday Valley (230 meters vertical)

Since Granite Peak, no ski area has offered more than 200 meters of vertical (and I suspect none will appear later on this trip either). The 230 meters here are therefore symbolically important, but Holiday Valley is interesting for other reasons as well: the resort was ranked as the fourth-best ski area in the East by readers of Ski Magazine (Link).

Holiday Valley also offers far more than any of the areas I have skied since Milwaukee. It consists of two peaks and two base areas, features ten serious chairlifts – and yes, four of them are express lifts. The Yodeler, Chute, Eagle, and Snowpine lifts serve proper runs with sustained pitch and decent length, even if the slopes can be skied comfortably without a break. (Spruce Lake was unfortunately closed and cannot be assessed.)

I cruise back and forth across the resort until I have ridden all the lifts, and look forward to the ski areas still to come. I hope Holiday Valley marks the beginning of an upward trend.

Lifts (10): Creek Side Quad, Sunrise Quad, Snowpine Quad, Cindy’s Quad, Mardi Gras Express Six Pack, Tannenbaum Express Quad, Yodeler Express Quad, Eagle Quad, Morningstar Express Quad, Chute Quad

From now on, it’s all downhill.

Today and tomorrow are the last “warm” days before it turns properly, seriously cold. I wanted winter, and winter is what I am getting. On Saturday, temperatures in Maine will drop to –22°C. That brings back memories of earlier days.

The question is whether I will still find it amusing today.

Freitag, 8. März 2019

7. März 2019 Day 1 AppalaskI-Tour - New York: Whiteface (Lake Placid), Gore Mounain, West Mountain

Whiteface
Day 1 meiner Tour durch die Appalachen, das Gebirge im Osten Nordamerikas. Missgünstige würden
den Appalachen den Gebirgscharakter absprechen, aber mir gefallen die an Hügel erinnernden Berge, die bis zu 2000 Meter hoch sind - in der Mehrheit aber tiefer und bewaldet. Immerhin machen die Appalachen die fehlende Höhe mit ihrer Ausdehnung wieder gut: mit über 700'000 km2 ist ihre Fläche 6x grösser als diejenige der Alpen.

Montreal: Kommt im Winter gut rüber
So flach bleibt es zum Glück nicht. Oder? Autoroute 15 vor der Grenze
Ich bin gestern nach Montreal geflogen, habe dort das Auto in Empfang genommen, wurde nach einem längeren Gespräch mit Officer Moretti - selbst Snowboarder und erst vor ein paar Tagen am Whiteface auf dem Brett und Fan von Zermatt (jaja, was man nicht alles lernt bei der Secondary Inspection an Donalds Mauern) - über die Grenze gelassen und traf bei Schneetreiben und Minus 19° Celsius im Olympiaort von 1980 Lake Placid ein. "Laid Back" hat Moretti gemeint sei es da, und ich kann nur sagen "Yes Sir". Touristisch ist es schon, aber sehr relaxed, kein Wunder, "placid" heisst ja auch still. Merke: Früher bekamen also auch mal kleine gemütliche Orte die Olympischen Spiele zugesprochen. Oder lag es daran, dass Lake Placid bereits 1932 Austragungsort war?

Whiteface - Ski the Face!
Olympisch ist dann auch meine Aufstehzeit heute - Jetlag bedingt, zugegeben. Doch es erlaubt mir zeitig 1000 Meter unterhalb des 1460 Meter hohen Whiteface einzutreffen, Und es erlaubt mir auch gleich die Befürchtung zu verwerfen, dass es hier schwedisch werden wird. Whiteface ist der Berg, an dem die Geschwister Wenzel 4 Medaillen und damit auch gleich den Medaillenspiegel bei den Alpinen Disziplinen gewannen. Ich persönlich erinnere mich noch an Leonhard Stock und dass da etwas besonderes war...

Von oben nach unten: Whiteface
Besonders ist auch, dass alle Leute vom Auto mit den Skischuhen auf den Schultern loslaufen. Ich frage nach, und offensichtlich gibt es Schliessfächer bei der vielleicht hundert Meter entfernten Talstation. Ich finde das übertrieben und beschliesse meine Schuhe direkt beim Auto anzuziehen. Ich mache die Rechnung aber ohne den Plastik: Obwohl die Schuhe gerade noch im Auto waren scheinen sie aus Stahl zu sein. Es sind -20° Celsius, aber trotzdem? Und so mache ich es den anderen nach und siehe da: In der Wärme komme ich ohne grössere Probleme in die Schuhe hinein. Nur noch schnell das im voraus bestellte (und bezahlte) Ticket abholen und ready bin ich. Das Skigebiet – ein Alpgebiet (Link) – besteht aus drei Gebieten: Zwei Anfängergebieten unten mit perfekten Anfängerpisten, und einer Bowl ab der Mittelstation, die mit sechs Liften (wenn man die Gondel auch dazu zählt und die beiden Sessellifte, die heute nicht liefen) erschlossen ist. Von der Gondelstation und dem Summit Quad gehen einige ziemlich steile Abfahrten los, vom Lookout-Lift ist nur der Wilmington Trail geöffnet - eine schöne und ziemlich lange Abfahrt zum Cruisen. Der Schnee ist perfekt, vom Eis, das der Grenzbeamite gestern angekündigt hatte, spüre ich nichts. Ich habe grossen Spass am Whiteface, so dass ich nur mit grossem Bedauern bereits nach zwei Stunden Skigebietsbesuch wieder im Auto sitze. Aber ich bin ja nicht zum Vergnügen hier.

Lifte Whiteface (8)
Gondelbahn: Cloudsplitter
Sessellifte: Mixing Bowl, Bear, Freeway, Face Lift, Summit, Lookout Mountain, Bunny Hutch


Sehr interessant. Wo da wohl Ischgl steht bei der dritten Kategorie?
Eisfall am Top Ridge
High Peaks
Recbts der Lockeroom (im Gebäude drin)

Gore Mountain
Nach knapp 90 Minuten Fahrt komme ich zu meinem zweiten Gebiet des heutigen Tages. Diesmal zwänge ich mich beim Auto in die Skischuhe - es klappt. Allerdings beginne ich zu verstehen, weshalb die das hier so machen: Bei immer noch minus 10° Celsius ist es eigentlich kein Vergnügen, die ganze Ankleidere draussen neben dem Auto zu machen. Auf den Ski habe dann das Gefühl, ich sei wieder in Japan, irgendwo in Zentralhokkaido. Dieselbe Kälte, derselbe lockere Schnee und dieselben flachen Pisten. Gore Mountain ist ein Gipfelgebiet mit zwei Sektionen: Nördlich der Gondelbahn-Bergstation gibt es zwei Lifte mit eher flachem Terrain, westlich einen Kessel mit zwei weitern Liften (Straight Brook und Top Ridge). Diese sind dann auch mit grossem Abstand das Interessanteste hier. Viel jedoch erinnert mich an Spindlermühle oder ein anderes Langlaufgebiet. Und dass ich wegen eines Fahrfehlers ausgerechnet den langweiligsten Lift North Quad zwei mal machen musste ärgert mich noch jetzt. Immerhin erlebe ich dadurch noch ein wenig Sonnenschein hier. Und den kann ich gebrauchen, als ich mich aus den erstaunlicherweise wieder sehr harten Skischuhen herausquäle. Ich fange an mich zu fragen, weshalb wir in Europa eigentlich bei jedem Wetter auf dem Parkplatz umkleiden müssen.

Lifte Gore Mountain (7)
Gondelbahn: Northwoods Gondola
Sessellifte: Top Ridge, Burnt Ridge, North Quad, High Peaks, Straight Brook, Adirondack Express II

Wieder am Rande der Fläche. Und da sind schon 300 Meter Erhebung ausreichend für einen Überblick.

Eine Schneekanone wie aus Star Wars. Ein Riesending! Möchte die gerne mal in Action sehen.
Tiefschwarze Piste
rechts der Hudson (nicht Rock)
Vintage am Pistenrand
West Mountain
Nochmals eine Stunde weiter südlich liegt eine kleinere Agglomeration mit Glens Falls als grösster Stadt. Am Westrand dieses Einzugsgebiets liegt das Skigebiet West Mountain. Zwei Sessellifte erschliessen eine gute handvoll überraschend guter Abfahrten mit rund 300 verticals - einige noch beinahe unberührt, und das um 16.00 Uhr! Hier gibt es auch Nachtskifahren und so ziemlich alles, was sich eine Stadt als Hausskigebiet wünschen kann. Sehr cool hier!

Lifte West Mountain (3)
Sessellifte: West Express, Face Chair, Northwest Lift

Day 1 Kurzfazit: Eigentlich hatte ich erwartet, dass hier alles mehr oder weniger gleich aussieht. Heute waren  es aber drei komplett unterschiedliche Gebiete, die in ihrer Summe einen super Skitag ergaben. Ich bin gespannt, ob ich nicht bereits mit dem besten Gebiet auf dieser Skireise begonnen habe.