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Samstag, 24. Januar 2026

23.01.2026 JAY PEAK - ein erster Höhepunkt im Osten!

Meine wichtigste Quelle zu den Skigebieten im Nordosten der USA, das Storm Skiing Journal, spricht seit Jahren in höchsten Tönen von Jay Peak. Entsprechend gespannt bin ich, als ich in Malone bei noch moderaten –9 °C und Sonnenschein in Richtung Osten aufbreche. Die Landschaft ist hier so flach, dass nichts den Horizont begrenzt. Das ist relevant, denn nach rund zwei Stunden Fahrt ändert sich das schlagartig, sobald ich Vermont erreiche: Plötzlich erhebt sich ein einzelner Berg markant aus der Ebene – der 1’177 m hohe Jay Peak mit einer Prominenz von 640 m.

Jay Peak (Vermont, 612 m Höhendifferenz)

Der Berg wirkt tatsächlich hoch, insbesondere im Vergleich zu den Hügeln der letzten Wochen. Bei der Anfahrt von Montgomery (200 m), das am Fuss des Berges liegt, hinauf zum Resort und zur Talstation (533 m) gehen allerdings bereits einige Höhenmeter verloren. Dennoch präsentiert sich der Berg mit seinen in den Wald geschnittenen Abfahrten sehr eindrucksvoll.

Ich entscheide mich bei der Anfahrt für den Parkplatz bei Stateside (alternativ gäbe es auch Tramside), hole meinen Skipass (Indy!) und steige in den ersten Sessellift, den Bonaventure. Dieser bringt mich gleich 420 Höhenmeter hinauf auf eine Bergschulter unterhalb der Bergstation der Seilbahn – ein zentraler Orientierungspunkt im Skigebiet. Von Tramside führt der Flyer Express ebenfalls hierher.

Die Pisten sind eher schmal. Ich erinnere mich wieder gut an meinen Besuch 2019: schmale Schneisen durch den Wald, mit grossen, langen Eisplatten in der Mitte der Pisten, die nicht immer gut sichtbar sind. Sie zwingen mich rasch dazu, das Tempo zu reduzieren und den Aussenski konsequent zu belasten.

Für die Fahrt mit der Tram stehe ich rund 20 Minuten an. Es wird zunehmend kälter, und oben ist es dann richtig kalt. Die Fotos entstehen nur dank ordentlicher Kuhnagel – nur so nebenbei bemerkt. Ob ich morgen bei noch tieferen Temperaturen überhaupt Fotos machen kann, wird sich zeigen.

Da ich bald weiterfahren muss – bis zum Motel sind es noch dreieinhalb Stunden, und ich sollte bis 19.00 Uhr dort sein (eine gute Ausrede, um nach dem letzten Lift Schluss zu machen) – beschränke ich mich auf Pisten mit einfacher Orientierung. Die zahlreichen Tree Runs kann ich leider nicht ausprobieren.

Zum Abschluss und als letzten Höhepunkt fahre ich die Piste unter dem Jet Triple: komplett eisfrei, dafür mit ordentlich Druck. Am Ende brennen die Oberschenkel – ein schöner Kontrast zu den kalten Fingern.

Lifte (7): Bonaventura, Metro Quad, Flyer Express, Village Double, Aerial Tram, Jet Triple, Taxi

** English **








One of my most important sources on ski resorts in the northeastern United States, the Storm Skiing Journal, has been speaking in the highest terms about Jay Peak for years. Accordingly, I set off from Malone with great anticipation, heading east in sunshine and still relatively moderate temperatures of –9°C. The landscape here is so flat that nothing limits the horizon. This matters, because after about two hours of driving, that changes abruptly as soon as I reach Vermont: suddenly a single mountain rises prominently out of the plain – Jay Peak, 1,177 meters high, with a prominence of 640 meters.

Jay Peak (Vermont, 612 meters vertical)

The mountain really does feel high, especially compared to the hills of the past few weeks. On the approach from Montgomery (200 meters), which lies at the foot of the mountain, up to the resort and base area (533 meters), some vertical is already lost. Even so, the mountain presents itself impressively, with runs cut directly into the forest.

On arrival, I choose the parking area at Stateside (Tramside would be the alternative), pick up my ski pass (Indy!), and board my first chairlift, the Bonaventure. It immediately carries me 420 vertical meters up to a shoulder below the top station of the aerial tram – a key landmark and orientation point within the ski area. From Tramside, the Flyer Express also leads up to this point.

The runs are relatively narrow. I quickly remember my visit in 2019: narrow corridors through the trees, with large, long icy patches in the middle of the runs that are not always easy to spot. They force me to slow down quickly and to load the outside ski very deliberately.

For the tram ride, I wait about 20 minutes. It gets steadily colder, and at the top it is properly cold. The photos up there are only possible thanks to solid boot traction – just as a side note. Whether I will even be able to take photos tomorrow, when it gets even colder, remains to be seen.

As I need to continue soon – it is still three and a half hours to the motel, and I need to be there by 7:00 pm (a good excuse to call it a day after the last lift) – I stick to runs with simpler orientation. Unfortunately, I do not get to try the many tree runs.

As a final highlight, I ski the run beneath the Jet Triple: completely free of ice, but with plenty of pressure. By the end, my thighs are burning – a nice contrast to my cold fingers.

Lifts (7): Bonaventure, Metro Quad, Flyer Express, Village Double, Aerial Tram, Jet Triple, Taxi

Dienstag, 12. März 2019

10. März 2019: Apalaski - Stowe, Smugglers Notch (fast) und Bromont


Es gibt solche Tage, die beginnen in eine Richtung und enden in einer ganz anderen. Heute war so einer. Der heutige Tag endet so wie ich eigentlich dachte, dass er beginnen würde: Mit Tonnen von Schnee. Und steckenbleibenden Autos.

Ich bin gerade mit dem Frühstück fertig, da beginnt es zu schneien. Und als Ramon Zenhäusern seinen grandiosen Lauf zeigt ziehen massive Graupelschauer übers Land. Hier ist sie also, die angekündigte Schlechtwetterfront. Die Fahrt nach Stowe im schönsten Schneegestöber verläuft dann aber ohne Schwierigkeiten, und wie ich auf dem Parkplatz ankomme bin ich auch nicht so alleine, wie ich vermutet hätte. Alles normal.




Stowe
Stowe wurde mir in den letzten Tagen von mehreren Leuten empfohlen, und auf den Websiten erscheint dieses Gebiet auch regelmässig ganz weit oben - ich bin also gespannt! Und beim ersten Blick schon enttäuscht: Die Berge sind nicht so imposant wie in Sugarbush. Die Abfahrten sind es dann auch nicht, das hätte auch die Gondelbahn nicht wettmachen können, die wegen Wind eingestellt war. Eher überrascht bin ich über die alten langsamen Bahnen. Ich frage mich mehr als einmal, ob die Wörter Stowe und Slow irgendeinen Zusammenhang haben. Ausnahme in allen Belangen ist der Fourrunner Quad - dieser Sessellift ist schnell und oben gibt es verschiedene ziemlich steile Abfahrten. Die anderen Lifte sind eher flach, Toll House ist es sogar sehr. Was allerdings imposant ist ist der Ticketpreis - Stowe ist mein teuerstes Gebiet, was auch daran liegt, dass ich das Ticket nicht online gekauft habe. Trotzudem: Auch für den Online-Preis wird wenig geboten.

Lifte 5:
Gondelbahn: Overeasy
Sessellifte. Lookout Double, Mountaintripple, Toll House, Meadows


Smuggler's Notch
Smuggler's Notch liegt gleich neben Stowe. Die beiden nächstgelegenen Lifte liegen nur ca. 300 Meter voneinander entfernt. Könnte man auch zusammenhängen, vielleicht sollten mal ein paar österreichische Skigebietsverhänger hierhin entsenden. Weil aber die Strasse im Winter gesperrt ist fahre ich aus dem Tal, in dem Stowe liegt, hinaus, einen Bogen von 1 Stunde Fahrzeit um die Berge herum und wieder in das Tal hinein, in dem Smuggler's Notch liegt. Und sehe: Stehende Lifte. Der Wind ist tatsächlich um vieles stärker als in Stowe. Es läuft zwar ein Lift, aber das ist mir dann zu wenig für die 78$, und so entscheide ich mich den USA-Teil abzuschliessen. Es ist also der Wind, nicht der Schnee, der heute zur Herausforderung wird!



Bromont
Der Weg führt mich durch ein einsames Nord-Vermont. Ok, Sonntag und so ein Wetter, da würde ich auch nicht raus. Die Grenzbeamtin lässt mich nach einigen Fragen wieder zurück nach Kanada. Der Übertritt verläuft weniger kompliziert als in die USA, dafür zeigte die Beamtin auch weniger Verständnis für meine Skipläne als Moretti. Québec ist nicht so viel anders als Vermont, was mir aber auffällt sind die Menschen, die zu Fuss unterwegs sind. Auch in Bromont, dieser Kleinstadt am Fusse des Mont Brome, die mich mit einer komplett anderen Skikultur begrüsst. In der Mitte der Stadt quasi steht die Talstation zum Skigebiet, farbig wie im Legoland. Ich fühle mich auf diesem Berg in einer anderen Welt: Wie in KungsbergetYubariAncelle. Der ganze Hügel ist ein Playground im Sommer und im Winter, Nachtskifahren bis 22.00 Uhr inklusive. Es hat sehr viele Leute, und auch als ich wegfahre kommen treffen neue ein. Der Wind wirkt sich auch hier aus, so sind die Lifte auf der Südwestseite geschlossen, was schade ist, aber naja, siehe Smugglers's Notch.  

Lifte 4
Sessellifte: Soleil, Express du Village, La Directe, Côte-Ouest

Ich fahre von Bromont 90 Minuten an Montreal vorbei bis Mirabel. Der Schneefall wird dichter und dichter. Obwohl ich mit 4WD und Winterreifen ausgerüstet bin habe ich grösste Mühe die kleine Auffahrt - vielleicht ein Höhenmeter - zum Motel zu bewältigen. Beim Supermarkt komme ich nur mit Schaukeln vom Parkplatz weg: Die Räder graben sich sofort im Schnee ein. Und so endet der Tag mit fahrtechnischen Herausforderungen auf flachen Strassen, dabei hätte ich diese vielmehr auf dem Weg in die Skigebiete erwartet.

Montag, 11. März 2019

9. März 2019: Day 3: Killington, Pico und Sugarbush

Was für ein Traumtag! Blick vom Mt Ellen über den Lake Champlain bis hin zum Whiteface. Atemberaubend.
Vom Killington Peak zum Pico Mountain
Killington
Heute steht die eigentliche Königsetappe auf dem Programm und das Wetter spielt mit - so hatte ich das bestellt. Kurz nach 8 bin ich am Parkplatz von Killington. Das Skigebiet baut sich beeindruckend auf, wenn man auf der Strasse in den Talkessel hineinfährt, von wo die meisten Lifte auf verschiedenen Seiten auf die Gipfel hinaufziehen. Kurz das Ticket abgeholt und schon bin ich auf dem Lift und habe einen netten Chat mit einer Volunteerin, die 20 Tage in der Saison auf dem Berg ist und Leuten hilft, Fragen beantwortet und Frühmorgens die ersten Spuren in die frischgewalzten Pisten zieht - für lau und eine Saisonkarte. Ich beginne am Ramshead und möchte dann so schnell wie möglich nach Bear Mountain, ganz am anderen Ende des Skigebiets, was schneller geht als erwartet. Ich komme an und bin begeistert. Das Skigebiet besteht aus einer ganzen Reihe von kleinen Teilgebieten, jedes mit einem eigenen Charakter: Bear Mountain hat eine steile Piste inkl. Buckelpiste, die Ecke am Jerk Jamaicn eher flachere durch den Wald ziehende Abfahrten, die Abfahrten zum Snowshed sind reines Anfänger*innen-Gebiet, die Pisten vom Killington Peak sind steil, besonders steil ist die Ovation, Die ist noch steiler als die Superstar, die hier die Weltcup-Piste ist. Und vom Snowdon Mountain und Ramsheed Mountain ziehen schöne Carving-Abfahrten hinunter. Und alles bei besten Schnee- und Wetterverhältnissen mit am Anfang menschenleeren Pisten. Wie ich dann wieder zum Auto zurückkomme sieht die Sache mit den Leuten dann anders aus.... Killington hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Und könnte sich doch als Nummer 1 Gebiet auf dieser Reise durchsetzen - oder?

Killington (12)
Gondelbahn: Gondola
Sessellifte: Ramshead, Snowdon Triple, Northridge, Bear Mountain, Skypeak Liftline, Northbrook, Snowshed, Needle Eye Superstar, Canyon, Snowdon Six


Killington Peak vom Snowdon Mountain aus
North Ridge
Canyon Quad
Der Sonne entgegen. Pipe Dream.
Bear Mountain
Jaimaican,
So sieht das aus beim Anstehen hier. Relaxed. Und Koordiniert.
Zum Glück habe ich diesen Lift schon. Ramshold.
Die Line am Pico

Pico
Der Pico Mountain liegt ein paar Meilen von Killington entfernt und lässt sich, wie ich gehofft aber erst heute beim Ticketschalter in Killington erfahren habe - auf der Website sucht man diese Information vergebens - auch mit der Killington Karte befahren. Beinahe hätte ich auch für Pico eine Karte online gekauft. Der Pico Mountain besteht eigentlich aus einer langen Piste, die diretissima von ganz oben bis ganz unten führt und mit vier Liften verziert ist, die so ein bisschen auf alle Seiten hin hinaufziehen. Aber eigentlich hätte man auch einfach einen einzigen langen Lift hinbauen können. Ist viel gemütlicher als Killington. Und sportlicher: Als ich beim Little Pico anstehe versammeln sich ca. 30 jugendliche Racer*innen. Wer weiss, ob sich eine künftige Shiffrin darunter befindet? Auf jeden Fall sehe ich Anzüge mit der Burke Academy-Aufschrift drauf. Lassen wir die noch ein paar Jahre in Pico.

Pico (2)
Sessellifte: Little Pico, Summit



Sugarbush
Ich fahre wieder auf der gestern bereits liebgewonnenen Highway 100 (VT 100 S), steige diesmal einfach nördlich ein und bin bald wieder der einzige auf der Strasse. Highway ist ein grosses Wort für diese holprige, 2-spurige, kurvenreiche Strasse, aber wunderschön ist sie. Ich muss sie unbedingt mal im Indian Summer befahren. Nach einer knappen Stunde biege ich ab in Richtung Sugarbush Resort. Die Berge wirken erstaunlich massiv, obwohl sie hier nicht höher sind. Sie sind steiler als in Killington und viel stärker bewaldet, vielleicht kommt es daher? Sugarbush besteht eigentlich aus zwei Gebieten Lincoln Peak und Mt Ellen. Die beiden sind mit einem spektakulären Sessellift verbunden: Der Slide Brook Express Quad ist 3.2 Km lang und verbindet in beiden Richtungen. Es gibt Quellen, die bezeichnen den Lift als den längsten Sessellift der Welt. Beide Teilgebiete sind sich in ihrer Charakteristik ähnlich: Viel mehr steile als flache Pisten. Und viel mehr Höhenmeter als Killington, welche zwar als No 1 bzgl. Höhenmeter in Vermont gilt, dies aber nur, weil es eine Zubringerbahn gibt, welche die eigentlichen 670 Höhenmeter um 300 ausweitet, dies jedoch nur mittels grüner Pisten. Die 790 Höhenmeter in Sugarbush sind straight. Der Sessellift Castle Rock ist besonders erwähnenswert: Von da führen nur schmale Buckelpisten durch die schattigen Wälder, diese Lift hat wirklich etwas Abenteuerliches, was ich so noch nicht erlebt habe. Aber auch alle anderen Lifte am Lincoln Peak haben viele steile Abfahrten zu bieten. Am Mt Ellen hat es beides: Steilers aber auch ein weniger steiles. Als letzter Höhepunkt darf ich auf dem letzten Lift, dem Valley House, auf den letzten Sessel überhaupt, danach wird der Lift gesperrt.
Bei dieser Fahrt ziehe ich leicht ausser Atem Resümee. Damit hätte ich nicht gerechnet: Dass in meinen Augen Sugarbush das beste der bislang besuchten Gebiete ist.

Noch ein Übernachtungstipp, wer auch mal da hin will: Ich war in Rutland stationiert. Viel näher an Sugarbush, und dann auch an Mad River Glen - enem weiterem Skigebiet in der Nähe - und auch an Stowe liegt das Städtchen Irasfield.


Der Verbindungslift

Mt Ellen 
Castle Rock von fern
von ziemlich nah
und von nah
Castle Rock Run nachmittags um halb vier. Das ist was für die Beine.
Organ Grinder
Hinter mir klappen sie die Sessel hoch.
Sugarbush (11)
Sessellifte: Gate House, Slide Brook, Inverness, North Ridge, Summit, Green Mountain, Northlink, Castle Rock, Heavens Gate, Super Bravo, Valley House

Sonntag, 10. März 2019

8. März 2019 Day 2 Appalaski Tour: Okemo, Stratton & Mount Snow. A day in Carvers Paradise


Steht für alle Gebiete heute: Lebt auch von den Farben und der Sicht (hier Mount Snow)
Der Jetlag weckt mich auch heute früh. Und das ist gut so, denn laut Plan sollte ich um 8:15 Uhr in Okemo beginnen. Schlagartig bin ich wach. 8:15? Öffnet das Skigebeit tatsächlich bereits so früh? Die meisten Gebiete öffnen am Wochenende um 8.00 Uhr. Aber zählt der Freitag hier zum Wochenende? Ein Kurzcheck ergibt: Nein! Okemo öffnet heute erst um 9.00 Uhr. Abzüglich 30 Minuten Fahrt macht das noch ganz viel freie Zeit. So viel, dass ich dann doch ein paar Minuten zu spät wegkomme.

Quantum Four
Nor'Easter von oben
Nor'Easter von unten
Okemo
Der Parkplatz ist dann auch bereits gut gefüllt als ich eintreffe. Dafür bin ich heute in nullkommanichts in den Skischuhen und bald auch schon bei der Talstation. Ich sehe die Schlange vor der Kasse. Und bei der Kasse die Epic-Zeichen. Epic ist der grösste Skipassverbund Nordamerikas und so wie die expandieren bald der Welt. Es klingelt bei mir: Ich habe die Tageskarte noch in Zürich bestellt und online auf die Epic-Card geladen. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit vergessen, dass das für Okemo war. Ski bei der Talstation hinstellen, zurück zum Auto laufen und auf dem Weg dorthin hoffen, dass ich die Karte mitgenommen habe und sie sich nicht im Gepäck im Motel befindet. Ich atme auf: Es bisschen Glück ist mir heute doch hold, die Karte ist im Auto. Auf dem Weg zurück zum Lift verarbeite ich das heutige Planungsfiasko mit dem Gedanken daran, dass ich dafür die Schlange an der Kasse links liegen lassen kann. Und tatsöchlich, 5 Miuten später bin ich auf dem Lift.

Okemo ist eines der grössren Skigebiete hier, und zählt seit diesem Winter zum Portfolio von Vail Resorts oder eben Epic. Die seriösen Lifte ziehen alle von der Nordostseite zum Berg hinauf, durch Laubwälder, was jetzt, ohne Laub, sehr interessant aussieht. Durch diese Wälder ziehen dann zahllose Abfahrten. Etwas richtig Steiles habe ich nicht entdeckt, dafür zahllose Pisten zum Carven. Wenn ich meine Schwünge in die Rillen einer perfekt planierten, topfeben präparierten und leeren Piste ziehen kann und alles in der Morgensonne - das sind Momente, die bei mir euphorische Glücksgefühle auslösen. Okemo ist nun auch auf der Liste der Orte mit diesen Gefühlen.
Besonders interessant sind die Abfahrten am Lift Quantum Gore im Sektor Jackson Gore und beim Sunburst Six, dem Hauptlift quasi. Leider ist die ganze Sektion am Okemo Mountain mit zwei weiteren Liften geschlossen, so dass ich etwas überrascht bin, als ich plötzlich bemerke, dass ich bereits alle Lifte gefahren bin. Immerhin kann ich so den Rückstand auf meine Planung aufholen.

Lifte 8
Sessellifte: A Quad, Black Ridge Triple, Coleman Brook Express Quad, Quantum Four, Solitude Express Four, Sachem Quad, Sunburst Six

Hinten noch ein Gebiet: Bromley Mountain
Post-Indian Summer
Snow Bowl Express
Das Village - ziemlich leer, weil alle am Berg sind.

Stratton
Die Fahrt nach Stratton führt mich durch eine wunderschöne Landschaft mit Flüssen, Wäldern, Hügeln und kleinen Ortschaften, die sich irgendwo zwischen Vintage-Schick und Verfall bewegen. Ein Hügel baut sich vor mir auf mit einigen Pisten drin, das Navi zeigt aber in eine andere Richtung. Wie ich später herausfinde handelt es sich um das Gebiet Magic Mountain. Ein kurzer Abstecher in ein zufällig entdecktes Gebiet liegt hier in den USA aber leider nicht drin, die Tageskarte kostet auch in kleinen Gebieten wie Magic Mountain 74$ und Halbtages- oder Stundenkarten sind nicht üblich. Zu meiner Erleichterung sehe ich dann einen weiteren Berg mit Pistenschneisen. Die Pisten in Stratton sind etwas verwinkelter als in Okemo, anspruchsvoller und vereister. Die Lifte Sunrise Express und Snow Bowl Express sind sehr spannend mit zahllosen Varianten. Cool auch hier.

LIfte (7)
Gondelbahn: Gondola
Sessellifte: Sunrise Express, Shooting Star, URSA Express, Tamarack, American Express, Snow Bowl Express

Mount Snow
North Face
Sunbrook

Mount Snow
Zum Abschluss steht Mount Snow auf dem Progamm, das südlichste meiner Gebiete auf dieser Tour, 3 1/2 Stunden von New York City entfernt. Der Berg ist der flachste heute, wie allerdings im nachhinein feststelle mit 1095m nicht der tiefste, Okemo ist nur 1019m hoch gelegen. Der flache Berg überrascht allerdings mit zwei spannenden Backbowls: auf der Nordseite North Face auf der Südseite Sunbrook. Und mit dem grössten Park, den ich je gesehen habe (sorry Laax) beim Nitro Express Lift. Zum Abschluss erlebe ich dann zum ersten Mal hier schwarzes Eis auf der Piste. Davon habe ich schon viel gehört und nachdem ich vom Lift aus zahlreiche Stürze beobachtet habe nehme ich das auch ernst: Diese Flächen umfahre ich grossräumig, was aber nicht einfach ist: Das Eis entspricht nicht demjenigen in Europa, wo es vor allem an abgefahrenen Stellen entsteht. Das Eis hier entstand durch gefrierenden Regen und kann deshalb überall auftreten. Sturzfrei beschliesse ich meinen Skitag und mache mich auf den Weg zurück durch diese liebliche Landschaft zurück ins Motel in Rutland. Ein weiterer interessanter Skitag geht zu Ende.

Lifte (7)
Canyon Express, Challenger, Beartrap, Nitro Express, Tumbleweed, Bluebird Express, Discovery Shuttle