Die Lösung der schlüsseltechnisch begründeten Probleme führte zur Umstellung des Programms: Paganella wurde vorgezogen. Der Weg dorthin führte aus dem Val di Sole hinaus durch das weite Val di Non, vorbei an unzähligen Apfelplantagen entlang des Stausees Lago di Santa Giustina. Kurz bevor sich die Strasse nach Trento durch eine enge Klus zwängt biegt der Weg ab und steigt steil bergauf, bis er durch den schmucken Ort Andalo führt. Auch hier stellen übrigens die tschechischen Touristen den Hauptteil der Gäste – noch nie war mir das neue Europa dermassen auf den Pisten begegnet. Die Pisten am Monte Paganella (2125) führen zur Hauptsache durch Waldgebiet und sind in ihrer Mehrzahl sehr sportlich. Es liegt also nicht nur an der zentralen Lage, dass das US-Amerikanische Skiweltcup Männerteam Paganella zu seinem Trainingszentrum während der Rennen in Europa ausgewählt hat. Die umwerfende 360° Grad Rundsicht vom Gipfel bietet Bode & Co. zudem die Möglichkeit zur mentalen Entspannung: Im Westen die Brenta-Gruppe, im Süden der Gardasee, im Osten die Dolomiten und im Norden das Val di Non und das Etschtal nach Bozen hin – eine derartige Aussicht war mir noch von keinem Skigebiet vergönnt (und ausgerechnet diese Bilder hab ich nicht auf dem USB, mit dem ich hier im Internetcafe sitze....liebe Grüsse an Murphy!!!). Und sicher findet sich auch der eine und andere Campingplatz in der Region. Ein in vielen Bereichen positiv überraschendes Gebiet, dieses Paganella.
Bahnen 9:
Gondelbahnen: Andalo-Doss Pela
Sessellifte: Meriz-Malga Fai, Meriz-La Selletta, Malga Zambana-La Selletta, Albi de Mezz-Cima Paganella, Salare Conca, S. Antonio, Prati di Gaggia-Paganella 2, Teresat 1



























Nach dem Mittagessen stieg ich ins Auto und fuhr ein paar Kilometer nach San Simone, einem kleinen Skigebiet, das Ticketmässig mit Foppolo unter dem Titel Bremboski verbunden ist (das Ganze gibt’s übrigens unter der Woche bereits für 16 €, nur so als Tipp nach Courmayeur). Im Gegensatz zu Foppolo, das aus einigen stattlichen Häusern ein wenig im französischen Station-Stil daherkommt gibt’s in San Simone vor allem einen Parkplatz und dann noch eine Art Hotel-Restaurant-Skiverleih-Komplex, etwas grösser als gestern in Valtorta, aber dennoch kaum den Anschein vermittelnd, dass da wer leben sollte geschweige denn Urlaub machen. Das Gebiet selbst besteht aus 3 Liften, die mit 2 kleinen Tellerliften ergänzt werden. Ein paar Liftleichen stehen - wie in Foppolo übrigens auch - noch rum, aber die kann man ja kaum dazuzählen. Wenn hier ein neuer Sessellift zwei Skilifte überflüssig macht lässt man die halt stehen. Vielleicht eine Art Ehrerbezeugung? Wobei ‚neu’ hier mindestens 15 Jahre alt bedeutet.... Abgesehen von den diesen Entsorgungspraktiken überraschte San Simone mit einigen abwechslungsreichen, kurzen, aber coupierten Pisten, die von den Liften Carnascio und Triposto Sessi bedient wurden. Aufgrund der stärkeren Ausrichtung nach Nord-Ost waren die Schneequalität und –quantität bedeutend besser als in Foppolo, und dies, obwohl ich keine einzige Schneekanone ausmachen konnte.
























