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Dienstag, 27. Januar 2026

26.01.2026 Winter Storm Warning oder Powder Alert? Eine Frage der Perspektive in Amerikas bester Skitown (North Conway): Attitash, Cranmore, King Pine


Am Auto kann man den Neuschnee gut ablesen finde ich. Ich brauchte 13 Minuten, um die Karre sauber zu kriegen.

Erinnert ihr euch an meinen Bericht aus Aspen? Aspen spielt in John Irvings "Der letzte Sessellift" eine bedeutende Rolle, aber zentral im Buch ist North Conway. Während der Monate, die ich dieses Buch gelesen habe, war ich also immer wieder "hier", und nun bekomme ich die Bilder dazu geliefert. Ob ich das richtig verstanden habe weiss ich nicht, aber so sehe ich die Region:

Es gibt Jackson - sehr touristisch, jedes Haus entlang der Strasse ist ein INN, ein Motel oder ein Restaurant, und Conway. North Conway ist ein eigenständiger Ortsteil davon und wird immer wieder zum besten Skitown der USA gewählt, das letzte Mal 2025 von USA Today. Auch hier zahllose Motels und Hotels. 10 Skigebiete sind von hier aus innert einer Stunde Fahrzeit zu erreichen.

Obwohl es zahllose Hotels/Motels/Inn's hat hier: Es wirkt hier alles sehr ausgestorben, die Hotels zu oder leer. Vielleicht liegt das am Winterwetter, oder vielleicht interpretiere ich das falsch.


Sorry, die Bilder sind etwas grau heute


Er stand nur kurz still, Gelegenheit für einen Kaffee in der Bear Peak Lodge


Attitash (New Hampshire, 533 Höhenmeter)

Eigentlich weiss ich nicht wo anfangen heute. Also beginne ich mit "A" wie Attitash (Epic). Das Gebiet liegt rund 15 Minuten von North Conway entfernt und besteht aus zwei Resorts: Attitash Lodge und Bear Peak Lodge. Die beiden sind nur etwas schwierig zu findende Kreuzung miteinander verbunden. Bear Peak wirkt wilder und mit mehr Varianten, Attitash bietet allen etwas, auch Anfänger:innen. Die 40cm Powder sind vielerorts bereits verfahren, als Nicht-Lokal hat man gewisse Nachteile, und dennoch gibt es immer wieder Stellen, bei denen ich bis zu den Knien in diesem unglaublich lockeren Powder stecke. Wunderbar!

Lifte (4): Mountaineer, Flying Yankee, Progression Squad, Flying Bear





Cranmore Mountain Resort (New Hampshire, 342 Höhenmeter)

Weiter im Alphabet besuche ich das Hausgebiet von North Conway: Cranmore Mountain resort  (Ikon Partner). Das Gebiet ist kleiner, hat zwei Sessellifte bis ganz hoch (einen davon schnell, der andere fährt gar nicht), eine kleine Backbowl, die eigentlich auch mit einem Sessellift erschlossen wäre. Aber so richtig euphorisch werde ich hier trotz Bezug zu John Irving - Cranmore Mountain ist im Buch das wichtigste Gebiet - und dem schönen Schnee nicht. Ist es die zu grosse hippe Lodge, die nicht so richtig zu diesem kleinen Gebiet passen will? Die fehlenden Vibes?

Lifte (3): Skimore Express, C-More Double, South Quad





King Pine - Purity Spring Resort (New Hampshire, 95 Höhenmeter)

Nach 25 Fahrt durch zauberhafte Winterlandschaft bin ich wieder da, wo ich nicht mehr sein wollte: Bei unter 100 Höhenmetern. Zwei Lifte erschliessen bei King Pine (Indy Allied Program) einen Hügel von zwei Seiten, eine ziemlich steil, die andere ziemlich flach. Es gibt sogar zwei Lodges, die eine davon bietet alle Services, auch die Tickets: Ich bezahle 50% des Tageskartenpreises und lerne so, was Indy-Allied Programm bedeutet. Auch wenn das Gebiet kleiner ist sind hier viel bessere Vibes zu spüren: Es lebt hier so richtig, mit all den Kids am Hügel.

Lifte (2): Polar Bear Triple, Black Bear Triple

Während bei meinem Besuch von King Pine die Sonne durchdrückt beginnt es auf meinem Rückweg wieder zu schneien. Es sind noch ein paar Inches angekündigt über Nacht, aber obs noch einmal für einen Powdertag reicht?

*** English ***

Do you remember my report from Aspen? Aspen plays an important role in John Irving’s The Last Chairlift, but the central setting of the book is North Conway. During the months I spent reading the novel, I was mentally “here” again and again – and now I am finally getting the images to go with it. I am not entirely sure whether I understood everything correctly, but this is how I see the region:

There is Jackson – very touristy, with almost every building along the road being an inn, a motel, or a restaurant – and Conway. North Conway is a distinct part of it and is repeatedly voted the best ski town in the United States, most recently in 2025 by USA Today. Here too, there are countless motels and hotels. Ten ski areas can be reached from here within an hour’s drive.

And yet, despite the sheer number of hotels, motels, and inns, everything feels strangely deserted. Many places seem closed or empty. Perhaps this is due to the winter weather – or perhaps I am misreading the situation.

Winter Storm Warning or Powder Alert: a question of perspective

Attitash (New Hampshire, 533 meters vertical)

I am not quite sure where to begin today, so I start with “A” for Attitash (Epic). The resort is about 15 minutes from North Conway and consists of two base areas: Attitash Lodge and Bear Peak Lodge. The two are connected, but the junction between them is somewhat hard to find.

Bear Peak feels wilder and offers more variations, while Attitash caters to everyone, including beginners. The 40 cm of powder have already been tracked out in many places; as a non-local, you are at a slight disadvantage. Still, there are always sections where I sink knee-deep into this incredibly light powder. Wonderful.

Lifts (4): Mountaineer, Flying Yankee, Progression Quad, Flying Bear

Cranmore Mountain Resort (New Hampshire, 342 meters vertical)

Continuing alphabetically, I visit North Conway’s home mountain: Cranmore Mountain Resort (Ikon Partner). The area is smaller, with two chairlifts reaching the summit (one fast, the other not running), and a small back bowl that would normally also be served by a chairlift.

Despite the connection to John Irving – Cranmore is the most important ski area in the book – and despite the good snow, I do not quite feel the excitement here. Is it the oversized, very hip lodge that does not quite fit this small area? Or simply the lack of atmosphere?

Lifts (3): Skimore Express, C-More Double, South Quad

King Pine – Purity Spring Resort (New Hampshire, 95 meters vertical)

After a 25-minute drive through magical winter scenery, I am back where I did not really want to be: below 100 meters of vertical. At King Pine (Indy Allied Program), two lifts serve a small hill from two sides – one fairly steep, the other quite gentle.

There are even two lodges, one of which offers all services, including ticket sales. I pay 50% of the regular day ticket price and learn firsthand what the Indy Allied Program means. Even though the area is small, the vibes here are much better: the place feels alive, with lots of kids all over the hill.

Lifts (2): Polar Bear Triple, Black Bear Triple

While the sun breaks through during my visit to King Pine, it starts snowing again on the drive back. A few more inches are forecast overnight – but will it be enough for another powder day?







Montag, 26. Januar 2026

25.01.2016 Sunday Frozen Sunday: Sunday River, Wildcat & Black Mountain

Heute ist der Tag vor dem grossen Schnee. Der "Wintersturm", der in aller Medien Munde ist, wird in der Region, in der ich heute unterwegs bin, um ca. 14.00 Uhr in Form von Schneefall eintreffen. Der stärkste Schneefall ist zwar erst für nach Liftschluss vorhergesagt, dennoch möchte ich es nicht darauf ankommen lassen, und möglichst zeitig im Motel ankommen. 

(Auch heute ist wieder frisch, deshalb gibt es nur wenige Bilder)








Sunday River (Maine, 707 Höhenmeter)
Um so besser, dass Sunday River die Lifte am Wochenende um 8.00 Uhr öffnet. Ich bin zwar erst um 9.00 Uhr da, aber dennoch zufrieden. Es ist immer noch -17°C, die fühlen sich trotz fehlendem Sonnenschein erheblich weniger kalt an als die sonnigen -23°C gestern. 

Sunday River ist das von Skiresort am besten bewertete Skigebiet (https://www.skiresort.de/skigebiete/east-coast/) Ob das auch in meinem Rating so sein wird weiss ich noch nicht. Auf jeden Fall ist Sunday River ein grosses Gebiet mit 20 Liften, was ja schon mal gut ist☺. Es hat hier keinen beeindruckenden Gipfel wie in Jay Peak, Sugarloaf oder auch in Saddleback. Aber es hat eine beeindruckende Liftschaukel über 7 Gipfel, 4 Bowls und 3 Base-Lodges. Alle von mir gefahrenen Pisten sind sehr spannend und bieten wie bereits gestern beste Schneeverhältnisse und damit wunderbare Carving-Verhältnisse. Besonders erwähnenswert sind aus meiner Sicht die Jason Bowl/Oz mit steilen Pisten und wunderbarer Aussicht in die Wälder, und Whitecap mit den steilsten Pisten im Gebiet. Locke Mountain war geschlossen. Alles in Allem habe ich hier ein sehr gelungenes Cruising erlebt, was auch damit zusammenhängt, dass eine Mehrheit der Lifte modern sind und auskuppelbar und damit schnell wieder auf dem Berg.

Lifte (10): Chondola, Jordan Mountain Double, Jordan 8,  Aurora Peak, South Ridge Express, North Peak Express, Spruce Peak, Barker 6, White Heat, Little White Cap






Wildcat (New Hampshire, 622 Höhenmeter)

Die Fahrt nach Wildcat führt an den höchsten Gipfeln des Nordostens vorbei, an der Presidential Range, und dem Mount Washington 1917m, der 1500 Meter über dem Umland aufragt. Obwohl ich in den letzten Tagen hin und weg war wegen Jay Peak (1210m)  und Sugarloaf (1292m): Die Berge hier sind die ersten richtigen, die ich seit den Rockies sehe. Die verschiedenen Gipfel der Gruppe sind baumfrei und felsdurchsetzt. Die Strasse führt durch sehr einsame Wälder und erinnert mich an die Alpen oder auch an die einsamen Strassen in Schottland oder Norwegen, kurz: Es ist eine wunderschöne (kurze) Strecke von Gorham nach Wildcat. Es passt dazu, dass Wildcat ein Skigebiet ohne Hotel und Ferienhäusern inmitten der Wildnis ist. Es ist ein eher kleines Gebiet mit einem Hauptlift (Wildcat Express Quad), der mit stolzen 622 Höhenmetern erstaunliche Verticals bietet (und im WWW verschiedentlich als bester Lift der East Coast bezeichnet wird, weil die Fahrt mit dem Lift nur 7 Minuten dauert). Die anderen Lifte sind kurz und erschliessen Teile des Gebiets, also: Der Hauptlift macht's. Die Abfahrt, und die wieder auftauchenden Eisplatten, gehen dann auch mächtig auf die Oberschenkel. 

Der einzige Wermutstropfen ist, dass ich ein paar Minuten zu spät bin, um die Berge auf der Gegenseite von Wildcat zu fotografieren: Der Schneefall setzt etwas früher ein als prognostiziert, und die Wolken verhüllen die Gipfel.

Lifte (3): Wildcat Express Quad, Snowcat Triple, Bobcat Triple




Black Mountain - Jackson (New Hampshire, 309 Höhenmeter)
Von Wildcat dauert es nur ein paar Minuten die Strasse hinunter nach Jackson, dann links abbiegen, wieder ein bisschen den Hügel hinauf und ich bin da. (Von Black Mountain - Maine sind es auch nur 63km Luftlinie, es lohnt sich beim GPS die richtige Destination einzugeben). 

Black Mountain hat Schlagzeilen gemacht, als es 2024 durch Indypass vor der Schliessung gerettet, gekauft und modernisiert wurde. Das Gebiet hat dense
lben Charakter wie Wildcat: Ein Hauptlift (hier langsam) und einige kleinere Lifte erschliessen einen moderaten Berg. Aufgrund der geringen Besucherzahl ist nur der Hauptlift in Betrieb. Er erschliesst jedoch alle Abfahrten und erspart mir zugleich weitere kalte Liftfahrten. Es ist ein kurzer Aufenthalt im zunehmend stärker werdenden Schneefall, aber einer mit ein paar richtig schönen Abfahrten.

Lifte (2): Summit Double Chair, Platter Pull Surface 

Der Schneefall wird stärker. Im Motel höre ich die Schneepflüge draussen arbeiten. Morgen wird zeigen, was von den Plänen übrig bleibt.


*** English ***

Today is the day before the big snow. The “winter storm” that everyone in the media is talking about is expected to arrive in the region where I am travelling today at around 2:00 pm, bringing snowfall. The heaviest snow is forecast for after lift closing time, but I do not want to push my luck and aim to reach the motel as early as possible.

Sunday River (Maine, 707 meters vertical)

All the better that Sunday River opens its lifts at 8:00 am on weekends. I arrive at around 9:00, which still feels early enough. It is still –17°C, but despite the lack of sunshine, it feels noticeably less cold than yesterday’s sunny –23°C.

Sunday River is rated as the best ski area on the East Coast by Skiresort
(https://www.skiresort.de/skigebiete/east-coast/). Whether it will also top my personal ranking remains to be seen. What is clear, however, is that Sunday River is a large resort, with 20 lifts – a good starting point in itself.

There is no single, iconic summit like at Jay Peak, Sugarloaf, or Saddleback. Instead, Sunday River offers an impressive lift network spanning seven peaks, four bowls, and three base lodges. All the runs I ski are varied and, as already yesterday, provide excellent snow conditions and wonderful carving. Particularly noteworthy are Jason Bowl / Oz, with steeper terrain and beautiful views into the forest, and Whitecap, which offers the steepest runs in the area. Locke Mountain was closed.

All in all, I experience very enjoyable cruising at Sunday River, helped by the fact that many of the lifts are modern, detachable, and get you back up the mountain quickly.

Lifts (10): Chondola, Jordan Mountain Double, Jordan 8, Aurora Peak, South Ridge Express, North Peak Express, Spruce Peak, Barker 6, White Heat, Little White Cap

Wildcat (New Hampshire, 622 meters vertical)

The drive to Wildcat passes the highest peaks in the Northeast, the Presidential Range, dominated by Mount Washington at 1,917 meters, rising about 1,500 meters above the surrounding terrain. Even though I was already impressed in recent days by Jay Peak (1,210 m) and Sugarloaf (1,292 m), these are the first mountains that truly feel like “real” mountains since the Rockies.

The peaks are treeless and rocky, and the road runs through very remote forests, reminding me of the Alps or of isolated roads in Scotland or Norway. In short, it is a beautiful (and short) drive from Gorham to Wildcat. Fittingly, Wildcat is a ski area without hotels or vacation homes, set right in the wilderness.

It is a relatively small resort dominated by one main lift, the Wildcat Express Quad, which delivers an impressive 622 meters of vertical. The ride takes only seven minutes and is often described online as the best lift on the East Coast. The other lifts are short and serve smaller sections of the mountain – in other words, the main lift makes the resort. The descents, along with the reappearing icy patches, put a serious burn into the thighs.

The only drawback is that I arrive a few minutes too late to photograph the mountains opposite Wildcat: the snowfall starts slightly earlier than forecast, and the clouds hide the peaks.

Lifts (3): Wildcat Express Quad, Snowcat Triple, Bobcat Triple

Black Mountain – Jackson (New Hampshire, 309 meters vertical)

From Wildcat, it is only a few minutes down the road to Jackson: downhill, a left turn, a short climb back up the hill, and I am there. (Black Mountain in Maine is only 63 km away as the crow flies, so it is worth entering the correct destination in the GPS.)

Black Mountain made headlines in 2024 when it was saved from closure, purchased, and modernized through the Indy Pass. The resort has a similar character to Wildcat: one main lift (slow, in this case) and a few smaller lifts serving a moderate mountain. Due to the low number of visitors, only the main lift is operating. It still provides access to all runs and at the same time spares me additional cold lift rides.

It is a short stop in increasingly heavy snowfall, but one with a few really enjoyable runs.

Lifts (2): Summit Double Chair, Platter Pull Surface

The snowfall intensifies. Back at the motel, I can hear the snowplows working outside. Tomorrow will show what remains of the plans.

Sonntag, 25. Januar 2026

24.01.2026 Supercool in Maine: Sugarloaf und Saddleback

Sieht nicht nach viel Skifahren aus aus der Ferne, aber die beiden Gebiete rund um Rangeley (hier Sicht über den Rangeley Lake) können wirklich was

In der Nacht ist sie also eingetroffen: die Luft aus der Arktis. Minus 23 °C zeigt das Thermometer, als ich vom (warmen) Motel in Stratton, Maine, losfahre. Mein erstes Ziel heute: Sugarloaf.

Der Kuhnagel, der mich dieses Bild gekostet hat, ist unbeschreiblich




Sugarloaf (Maine, 860m Höhenmeter)

Jay Peak war gestern bereits gross, doch Sugarloaf legt nochmals eine Schippe drauf. Vor allem die zusätzlichen rund 200 Höhenmeter sind deutlich sichtbar. Sugarloaf – im Besitz von Boyne Resorts (da war doch kürzlich etwas?) – reicht bis auf 1’286 m hinauf und belegt an der East Coast Rang 3 bei den Höhenmetern, Rang 4 bei den Liften und Rang 3 bei der Anzahl Pisten. Das ist hier also ein richtig grosses Skigebiet.

Dabei liegt Sugarloaf relativ abgelegen: rund vier Stunden von Boston, dreieinhalb von Montreal und zweieinhalb Stunden von Portland, Maine. Tagesausflüge dürften entsprechend selten sein. Dafür gibt es zahlreiche Ferienhäuser sowie ein grosses Hotel direkt bei der Base Lodge.

Als ich vom Parkplatz den recht weiten Weg zu den Liften in Angriff nehme (es gäbe auch Shuttlebusse), sehe ich einige stillstehende Anlagen. Das wird sich noch ändern, hoffe ich. Ich starte mit den geöffneten Sesselliften und merke rasch: Heute geht es nicht ohne regelmässige Aufwärmpausen. Nach den ersten drei, eher tiefer gelegenen Liften muss ich bereits wieder in die Wärme.

Ich wage mich weiter nach oben. Mit den langsamsten Sesselliften und einem Skilift gelange ich schliesslich auf den windigen Bergrücken. Die Fotos dort oben bezahle ich mit brutalem Kuhnagel, und nicht einmal die Abfahrten über die – im Vergleich zu Jay Peak – breiteren Pisten kann ich wirklich geniessen.

Zurück in der Base Lodge wärme ich mich nochmals auf und prüfe auf der App, ob weitere Lifte öffnen werden. Es sieht nicht danach aus. Ich atme – etwas beschämt – auf.

Auch wenn ich mir einen ersten Eindruck verschaffen konnte, ist es schade, an einem so extrem kalten Tag hier zu sein. Das Gebiet hat deutlich mehr zu bieten, als ich heute befahren kann. Der obere Teil des Berges ist schön steil, es gibt zahllose Varianten durch die Bäume, und die Vielfalt der Abfahrten macht Lust auf mehr. Vielleicht gibt es hier ein nächstes Mal.

Lifte (6): Skidway, Snubber, Wiffletree; Sawduster, Double Runner West, Bateau T-Bar










Saddleback (Maine, 574 Höhenmeter)

Ich fahre rund eine Stunde über Rangeley und quasi einmal um den Berg herum zum Nachbargebiet Saddleback, das eine interessante neuere Geschichte hat (https://www.saddlebackmaine.com/legacy/). 

Hier laufen zwar alle sichtbaren Lifte, doch der Hauptlift ist zunächst nicht fuer das Publikum geöffnet: “It’s really cold up there.” Allerdings friere ich mir auch auf den langsameren unteren Liften bereits ordentlich einen ab. Nachdem ich alle geöffneten Anlagen – auch hier gibt es einen Skilift – gefahren bin, ziehe ich mich erneut in die Lodge zurück, um mich aufzuwärmen.

Als ich wieder nach draussen komme, sehe ich plötzlich Menschen auf dem Hauptlift. Oben eröffnet sich eine beeindruckende Sicht über die Wälder, Hügel und Seen der Rangeley-Region. Diese Aussicht über die leicht rötlichen Wälder hatte mich bereits bei meinem ersten Besuch hier 2019 fasziniert.

Saddleback bietet zahlreiche Abfahrten, die meisten davon breit, alle jedoch perfekt präpariert, mit kompaktem Pulverschnee und ohne Eis. Zwischen Sugarloaf und Saddleback habe ich die Ski gewechselt, und mit diesem Setup machen diese Pisten unglaublich Spass. Immer wieder zweigen neue Abfahrten ab, es sind kaum andere Menschen unterwegs, und der Schnee ist perfekt griffig.

Ich fahre, bis mich die Kälte endgültig zum Aufgeben zwingt. Was für ein Skitag in Maine!

Lifte (4): South Branch Quad, Sandy Quad, Cupsuptic T-Bar, Rangeley Highspeed Quad

** English **

Overnight, it finally arrived: Arctic air. The thermometer shows –23°C as I leave the (warm) motel in Stratton, Maine. My first destination today: Sugarloaf.

Sugarloaf (Maine, 860 meters vertical)

Jay Peak was already large yesterday, but Sugarloaf adds another noticeable step up. The additional roughly 200 meters of vertical are clearly visible. Sugarloaf – owned by Boyne Resorts (that name sounds familiar…) – rises to 1,286 meters and ranks third on the East Coast in terms of vertical drop, fourth in number of lifts, and third in number of runs. This is a genuinely large ski area by East Coast standards.

At the same time, Sugarloaf is relatively remote: about four hours from Boston, three and a half from Montreal, and two and a half hours from Portland, Maine. Day trips are therefore unlikely. Instead, there are numerous vacation homes and a large hotel located right at the base lodge.

As I make my way from the parking lot toward the lifts (there are shuttle buses available), I notice several lifts standing still. I hope this will change later. I start with the operating chairlifts and quickly realise that today will require regular warm-up breaks. After just three of the lower lifts, I already have to retreat indoors.

I continue upward. Using the slowest chairlifts and a surface lift, I eventually reach the exposed ridgeline. I pay for my photos up there with brutal cold fingers, and I cannot even really enjoy the descents on the wider runs (compared to Jay Peak). Back at the base lodge, I warm up once more and check the app to see whether additional lifts might open. It does not look like it. I breathe a slightly embarrassed sigh of relief.

Even though I managed to get a first impression, it is a pity to be here on such an extremely cold day. The mountain clearly has much more to offer than I am able to ski today. The upper part of the mountain is nicely steep, there are countless tree-line options, and the overall variety of terrain makes me want more. Perhaps there will be another visit.

Lifts (6): Skidway, Snubber, Wiffletree, Sawduster, Double Runner West, Bateau T-Bar

Saddleback (Maine, 574 meters vertical)

I drive for about an hour via Rangeley, essentially looping around the mountain to the neighbouring ski area of Saddleback, which has an interesting recent history
(https://www.saddlebackmaine.com/legacy/).

Here, all visible lifts are running, but the main lift is initially closed to the public: “It’s really cold up there.” That said, I am already freezing on the slower lower lifts as well. After riding all the open lifts – including another surface lift – I head into the lodge once again to warm up.

When I step back outside, I suddenly see people riding the main lift. At the top, the views are impressive, stretching across the forests, hills, and lakes of the Rangeley region. This panorama of slightly reddish winter forests had already fascinated me on my first visit here in 2019.

Saddleback offers numerous runs, most of them wide, all perfectly groomed, with compact powder snow and no ice. Between Sugarloaf and Saddleback, I changed skis, and skiing these slopes on this setup is tremendous fun. New runs branch off again and again, there are hardly any other people on the slopes, and the snow provides excellent grip.

I ski until the cold finally forces me to stop. What a ski day in Maine!

Lifts (4): South Branch Quad, Sandy Quad, Cupsuptic T-Bar, Rangeley Highspeed Quad