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Samstag, 12. August 2017

11. August 2017 - Andesqui - Pucon in the Mist


Auch heute ist es bewölkt und regnerisch mit Sonnenschein, aber auch heute stürmt es wenigstens nicht. Da wir erst um 9:30 (sic!) Frühstück erhalten gibt es heute einen chilegen Start in den Tag. Der Vulcan Pucon steht auf dem Programm, resp. das Skigebiet an den Nordhängen. Die Auffahrt durch den Regenwald führt über die bislang schlimmste Strasse auf dieser Boucle. So viele Schlaglöcher haben sich in die auf Vulkanasche gebaute Strecke gefressen. 


Ganz zum Schluss dürfen wir dann noch über ein schneebedecktes Stück fahren - es graupelt ein bisschen. Die Schneelage an der Talstation sieht dann auch vielversprechend aus, also Ticket gekauft und den Sessellift bestiegen. Dieser zieht sich langsam und nur mit wenig Höhenmetern zu gewinnen durch verschneite Buchenbaumwälder in immer dichteren Nebel. An der Bergstation ist dann kaum mehr etwas zu sehen, vom Vulkan schon gar nicht. Geöffnet haben zwei Skilifte, die anderen Lifte stehen. Auch wenn ich nicht viel sehe glaube ich aber zu behaupten, das Skigebiet gesehen zu haben. Die Pisten sind alle flach, so dass die Herausforderung in der fehlenden Sicht besteht. Beeindruckend die Anzahl an Anfängern (oftmals auch hier aus Brasilien), die hier am Berg üben. Mein Fazit: Pucon ist

das Skigebiet mit den besten Schneeverhältnissen aber den langweiligsten Abfahrten dieser Andesqui-Boucle.

Ach ja, und dann habe ich noch den ersten Telemarker Südamerikas gesehen.

Zurück auf dem Parkplatz zeigt sich dann kurz die Sonne durch den Nebel, doch das Warten wird nicht belohnt, der Nebel wird wieder dichter. Wir fahren zurück ins hübsche Städtchen Pucon zum Lunch und dann nach Curaucatin in Araukanien. Mal schauen morgen ob wir was sehen,

Pucon Lifte
Sessellift: Juncalillo
Skilifte: 1, 7







Freitag, 11. August 2017

10. August 2017: Andesqui - Antillanca


Der Skitag 9.8. fällt ins Wasser resp. dem Sturm zum Opfer. Die Gebiete sind zu (Osorno) oder nur wenig geöffnet (Antillanca). So unternehmen wir lediglich eine Ausfahrt in Richtung Volcano Osorno in der Hoffnung, ein bisschen was vom Vulkan zu sehen, aber..... naja. Als Höhepunkt wurde extra für uns ein Hot-Tub eingeheizt - mit Holz und mittelwarmem Erfolg, aber der Einsatz der Leute der Cabañas war beeindruckend - muchas gracias auch an dieser Stelle.






Heute ist der Sturm vorbei, aber bzgl. Liftstatus hat sich nichts geändert: Osorno ganz zu, in Antillanca laufen wenigstens zwei Lifte (gemäss WCS 1 Lift). Also fahren wir da hoch, zuerst dem Lago Puyehue entlang und dann durch einen Dschungel hinauf an den Fuss des Skigebiets. Auch diese Station liegt im Dschungel, der sich erst ein paar Höhenmeter weiter lichtet. Leider sind die meisten Lifte zu - am Wind kann es nicht liegen, auch am Schnee nicht. Wahrscheinlich lohnt sich der Betrieb weiterer Lifte einfach nicht, auch wenn wir ob den vielleicht hundert Schneesportlern überrascht sind - mit so vielen Leuten haben wir nicht gerechnet. Ein Lift mit zwei Pisten, links und rechts entlang dem Lifttrassee - die Geschichte ist also rasch erzählt. Potenzial für mehr wäre vorhanden: 95% des Gebiets ist baumfrei und scheint nicht steil genug für Lawinengefahr zu sein. Nächstes Mal dann!

Wir fahren los in Richtung Pucon durch Superregen - aber als wir hier ankommen ist's wieder trocken. Morgen auch?







Antillanca Lift 1
Skilift:
Flecha

8. August 2017: Andesqui - Cerro Bayo

Wir verlassen heute zuerst Bariloche und dann Argentinien. Zuerst steht aber noch das Skigebiet Cerra Bayo auf dem Programm, das zu Villa La Angostura gehört. Kurz davor werden wir in einer Polizeikontrolle rausgewunken, zuerst will eine Dame mein Alter wissen, dann ein Herr unsere internationale Versicherung sehen, die wir dann nach einigen Versuchen auch vorweisen können. Wir sind froh, dieses Land bald hinter uns zu haben.
Der Versuch eine der fixen Polizeikontrollstationen zu photographieren. Diese hier steht an der Grenze zwischen den Provinzen Neuquen und Rio Negro.
Google Street View hilft, auch wenn auf diesem Bild kein Polizist auf der Strasse steht.
Die Auffahrt zur Talstation von Cerro Bayo ist von der schlammigeren Sorte, es regnet bis zum Parkplatz. Die Base der Ski Boutique Cerro Bayo liegt wie eine Dschungelstation im Regenwald und macht einen überraschend hübschen Eindruck. Jedes der blau bemalten Häuser erfüllt eine Funktion: Tickets, Baños, Resto, Bar, Jardin de Infantes, Rental, Talstation Gondelbahn. Wir sind sehr angetan, auch von der neuen Gondelbahn, die zur Mittelstation Cumelen führt. Von dort führt eine ältere Variante - zumindest sind die Gondeln alt - bis zum Gipfel mit dem schönen Namen Estacion Cumbre(dict.leo.org).  Allerdings mit etwas Verspätung, weil wir eine ganze Weile feststecken, der Wind scheint doch zu stark zu sein. Zeit für einen netten Plausch mit dem Mitfahrer aus Buenos Aires, der für 3 Tage zum Skifahren hergekommen ist, mit seiner Familie sonst in Ushuaia Ski fährt und Valle Nevado als bestes Skigebiet in Südamerika preist. Save the Best for Last! Irgendwann fährt die Gondelbahn weiter und uns bis zum Gipfel - nach uns stellt die Bahn den Betrieb ein! Dieses Glück wissen wir durchaus zu schätzen, denn die Abfahrt vom Cumbre ist eine schöne, mit etwas besserem Schnee und Ortskenntnissen würde der Bergrücken sogar viele Off-Piste-Varianten bieten.

Die weiteren Lifte, die noch laufen, liegen um die Mittelstation verteilt und erschliessen mittelschwere aber schöne (und z.T. kurze) Abfahrten. Die Talabfahrt - eine breite Schneise, gesäumt von der Gondelbahn rechts und zwei Sesselliften links - ist dann noch einmal ein Höhepunkt für sich.













Bei strömendem Regen verlassen wir dieses Dschungelcamp und machen uns auf den Weg zur Grenze, die wir mit einer kleinen Ehrenrunde und ohne Wartezeit - es ist auch niemand sonst unterwegs - überqueren, zuerst die Argentinische und dann die Chilenische, dazwischen liegen 39 Kilometer Fahrt über den Paso Internacional Cardenal Antonio Samore, der mit seiner Höhe von 1321m unterhalb der Schneefallgrenze liegt. In Chile erwartet uns Sturm und ein Stromausfall in den Cabañas. Zum Glück braucht der Ofen kein Holz und läuft die Dusche mit Gas. Ach ja, Polizeikontrollen in Chile: Null.

Lifte Cerro Bayo (7)
Gondelbahnen: Telecabina Jean Pierre, Telecabina
Sessellifte: Lagos, Bosque, Sillita, Panoramica
Skilift: 18


Erst wenn alle 4 Stempel da sind gehts über die Grenze.

Donnerstag, 10. August 2017

7. August 2017: Andesqui - Cerro Catedral Alta Patagonia (Bariloche)

Skifahren hoch über dem Nahuel Huapi
Heute steht Cerra Catedral auf dem Programm, neben Las Leñas DAS Gebiet in Argentinien, liftmässig liegt es sogar weit voran. Unter anderem deshalb ist Bariloche die Hauptstadt des argentinischen Anden-Tourismus. Die Talstation, von der gleich 4 Lifte hochziehen, ist auch etwas vom Grösseren, das ich bislang gesehen habe.  Unzählige Snowboard- und Skivermietungen vermieten Ski und Snowboards (was für ein Palindrom!) an die vielen Brasilianischen Gäste (mir wird Bang um die Seleção – korreliert der Siegeszug der deutschen Fussballer eigentlich mit dem Rückgang der deutschen Skitouristen?).

Das Skigebiet ist wirklich toll und erinnert an Les Orres oder Orcières – es zieht sich in mehreren Sektoren über einen breiten Bergrücken bis 2180m hoch, was doch 1150 m Verticals ergibt. Wir steigen über die Gondelbahn Amancay ins Gebiet ein mit einer kleinen Adrenalinspritze: Wir sitzen bereits in der Gondel, die Türen geschlossen, als der Bahnarbeiter meine Ski wieder aus den Halterungen rausnimmt. Offensichtlich waren sie ihm zu wenig sicher verstaut. Wir rätseln eine (lange) Fahrt lang, wann ich sie wieder bekomme, muss aber nur 3 Gondeln lang warten bis einer mit meinen Ski aus der Gondel steigt und sie mir in die Hand drückt.

Der an der Bergstation der Gondelbahn beginnende Sektor Punta Princesa wird durch 3 Sessellifte und 2 Tellerlifte (La Laguna sehr leider ausser Betrieb) erschlossen. Der Anschluss an den Rest des Gebiets erfolgt leider über einen Ziehweg, da der wunderbar geneigte Hang unterhalb des Sessellifts Punta Princesa 3 viel zu wenig Schnee für eine direkte Pistenführung aufwies, wie leider (3.) viele andere spannend ausschauende Pisten auch. Der Sektor Nubes besteht aus dem gleichnamigen Sessellift bis 2100m und einem Sessel- und einem Skilift mit Park und FIS-Piste. Dann gibt’s einen (wohl Haupt-) Sektor um die Punta Nevada (Bergstation der Seilbahn) mit einem halben Dutzend Sesselliften und sehr sehr vielen Schneesportlern (und ein paar übel ausschauenden Verletzten). Und von unten gesehen ganz rechts aussen gibt’s meinen Lieblingssektor unterhalb der Punta Condor. Leider sind die untersten Pisten geschlossen, doch die, die offen sind, sind menschenleer und sehr schön geneigt.

Was das Liftesammeln (mit Telemark notabene) zur Herausforderung macht sind die schmalen Pisten (für mich mit den Free Heels noch immer schwierig zu fahren) und die langen und extrem laaangsamen Lifte. Der Princesa III ist wohl der langsamste von allen und da ich auf dem Princesa II sitzend gleich drei Mal wegen desselben Verletztentransports angehalten wurde (ein Bier für die/den, die/der mir sagt, wie das möglich ist), verzichte ich auf die dritte Prinzessin und die fehlenden Lifte im Sektor Punta Princesa, die ich beim Skitagesbeginn noch nicht befahren hatte. Und weil die einzige mögliche Talabfahrt aus einer grünen Piste besteht, bei der ich erst noch stellenweise die Ski abschnallen muss und der Regen stärker wird verzichte ich auch noch auf den einzigen Sechser-Sessellift in Argentinien. So, genug der Rechtfertigung.









Skirennen auf der FIS-Piste 
Blick aus der Bergstation Punta Nevada
Differenzierte Pistenmeldung am Condor
Dieses  Banner steht ca. 200 unterhalb des Banners oben. Deshalb differenziert.
Punta Condor
Am Lift .... Militares (der heisst wirklich so)


Wir fahren zurück nach Bariloche (1 Polizeikontrolle, wir werden nicht rausgewunken), diese vermeintliche Perle unserer Tour. Vermeintlich, weil wir einfach nicht warm werden mit dieser 130000-Einwohner-Stadt. Wir haben irgendwie was kleineres und gemütlicheres erwartet. Aber so ist das mit den Erwartungen.

Lifte 14
Gondelbahn: Amancay
Sessellifte: Del Bosque, 2000, Nubes, Condor III, Militares, La Hoya, Lynch, Punta Nevada, Triple Park, Princesa I, Princesa II
Skilifte: Largo, Centro