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Samstag, 26. März 2016

26. März 2016: Fjordski: Bjorli und Stengt På Grunn Vind



Dunkle Wolken über Bjorli
Romsdalsfjorden von Åndalsnes aus
Spannende Nor-Ways (Tresfjord-Brygge)

Die Fjordlandschaften sind wohl das Schönste, was Kontinentaldrift, Klima und Erosion je geschaffen haben. Und eben diese Landschaft begleitet mich heute an diesem zunehmend stürmischen Samstag. Zunächst bringt mich der Weg nach Bjorli, einem typischen skandinavischen Skigebiet, das auch im Nachbarland stehen könnte.

Bjorli: skandinavisch-vertäglich

Die Pisten sind wenig anspruchsvoll und die beiden höchsten Lifte wegen Wind geschlossen, so dass ich bald adjø sage und wieder am Trollveggen vorbeifahre, der mit 1700 Meter höchsten Steilwand Europas (davon 1000 Höhenmeter mit 50 Metern Überhang).  Das muss ein Schweizer erst einmal verkraften.

Anfahrt zum Trollveggen von Norden her
Trollveggen - sieht eigentlich ganz niedlich aus. Die/der soll wirklich die Eigernordwand toppen?
Anfahrt von Süden - nicht, dass es nicht beeindruckend wär, aber mehr als die Eigernordwand??
Der Weg führt mich weiter nach Overøye, das Skigebiet von Stordal. Und hier gibts gleich nochmal was zu verkraften, denn hier sind auch die beiden höchsten Lifte Stengt På Grunn Vind, aber da die hier im Gegensatz zu Bjorli sonst nur noch einen Babylift haben gibts gar kein Skifahren. Sehr schade, denn der Berg scheint ein paar ganz ansprechende Abfahrten zu haben - im Gegensatz zu Bjorli. Vielleicht ein andermal.

Overøye - wär schon noch was. 
Alternativ gibts Sightseeing: Geirangerfjord zunächst einmal von Norden und dann die Inseln Vigre und Godøya mit noch mehr Wind. Wenn ich nun den Wind durch Alesund winden höre bestürmt mich das Gefühl, dass ich morgen im Non-Ski-Program genügend Zeit erhalte, das UNESCO-Welterbe Geirangerfjord noch ausführlicher zu besuchen.

Skigebiete
Bjorli (2)
Skilifte: Heis 1, Heis 3

Geirangerfjord
Alnes
Hogsteinen 
California 2: Auch in Norwegen kann man nach dem Skifahren im Meer schwimmen!

Mittwoch, 16. März 2016

14. März 2016: Arabba. Und Marmolada. Und Gran Risa.

Königin der Dolomiten: Marmolada
Tag 3 der Skisafari 2016 bringt uns wieder nach Arabba, dann aber nach Malga Ciapela, an den Fuss der Marmolada. Noch nie sah ich hier so wenig Leute wie heute. Oben dann ein bisschen Nebel, aber die Fahrt über 1300 Höhenmeter hinunter zum Passo Fedaia benebeln uns aus ganz anderem Grund. Das ist wahrlich eine der besten Abfahrten überhaupt auf diesem Planeten und wohl auch in dieser Galaxie. Wir brauchen lange, bis wir uns emotional wieder beruhigt haben - deshalb ist der Sessellift Padon II auch so lang (2400m!).
Arabba vorne - Marmolada hinten, eigentlich beides Highlights im Skifahren
Wir kehren zurück nach Arabba und befahren dort die beiden absolut tollen Abfahrten Fodoma und Sourasass. Da wir vor unserer Abreise noch die Gran Risa besuchen wollen kehren wir zurück nach Corvara, schaukeln das nicht mehr ganz so spannende Gebiet der Alta Badia hinüber zum Piz La Ila, wo's dann aber auf der Gran Risa noch einmal so richtig zur Sache geht. Die Weltcupstrecke ist die vierte atemberaubende Piste heute, die zahllosen kleinen und ebenfalls tollen Hänge am Boe, am Campologno, am Bec de Roses nicht mitgerechnet. Da wir noch heute Abend nach Hause fahren bleibt uns keine Zeit zum Lunch, so dass die vielen Berghütten noch einladender wirken als sie das ohnehin schon tun. Alta Badia soll die besten Bergrestaurants haben. Werden wir nächstes Mal testen. Wir besuchen stattdessen noch San Cassiano - ein Novum für mich - mit einer ebenfalls schönen Talabfahrt, bevor wir wieder zurück nach Corvara fahren wo unser Auto nach Hause wartet. Auf dem Weg zurück bleiben unsere Gedanken noch lange hängen in denselben der Dolomiten.
Wer diesen Ort sieht darf sich glücklich schätzen
 Neue Lifte (4):
Carpazza, Piz Sorega, La Fraina, Col Alto

Wahrlich der Gipfel

13. März 2016: Sella Ronda im Uhrzeigersinn

Vom Forcelles über Boe zum Sasso L.


Die Safari geht weiter, das Basiscamp liegt in Colfosco. Wir besuchen zum Start der Sella Ronda im Uhrzeigersinn zuerst das Edelweisstal, ein Bijou, das etwas vergessene kleine Gebiet bei Colfosco, mit Manchester Morgon (oder?) am Forcelles.
Was der Tag wohl bringt, wenn er so beginnt?
Er bringt Manchester Morgon im Edelweisstal
Dann schaukeln wir rüber nach Arabba (+Abfahrt Burz +Abfahrt Sourasas), nach Canazei (immer wieder ein Spass, diese Abfahrt mit andern zusammen als Rennpiste zu fahren). Nach Passo Sella und Pause am Seteur fahren wir die Saslong, beinahe weltcupreif präpariert in Rekordzeit, wechseln hinüber zum Col Raiser und zur Seceda und fahren die nächste Rennstrecke hinunter nach St. Ulrich, zurück auf die Seceda und auf der andern Seite hinunter nach St. Christina. Wieder hinauf zum Ciampinoi, auf der andern Seite in beinahe krimineller Art und Weise hinunter nach Selva, dann wieder hinauf nach Dantercepies und dort noch einmal hinunter nach Selva und wieder hinauf. Völlig ausser Atem legen wir dann auf dem Dantercepies eine kleine Pause ein bevor wir zur letzten Abfahrt hinunter nach Colfosco aufbrechen. Hab ich in diesem Blog schon mal erwähnt, dass die Sella Ronda das beste Skierlebnis dieser Welt bietet?
Das Pendant zur Seidelalm (Link)
Farbige Truppe auf dem Weg zum Streckenrekord.
Lifte 28 (* Neu: 4)
Colfosco, Borest*, Boe, Arabba DMC10 1°Tronco, Arabba DMC10 2°Tronco, Pradel-Rodela, Ciampinoi, Gherdeina-Ronda Express, Col Raiser, Ortisei-Furnes, Furnes-Seceda, Saslong, Dantercecpies I*, Dantercepies II*
Forcelles, Campologno-Bec de Roses, Arabba-Monte Burz, Arabba-Fly*, Vauz-Pordoi, Lezuo, Norei-5 Dita, Sole, Fungeia, Fermeda, Sochers-Ciampinoi, Costabella
Campo Freina, Terza Punta

12. März 2016: Skisafari 2016 Kronplatz

Am Anfang war das Licht
weiter gehts mit dem neuen Museum von Reinhold Messner
Die Skisafari 2016 führt mich wieder in die Dolomiten, die sich dadurch zu einem Schwerpunkt entwickeln in einem Winter, der eigentlich ohne Schwerpunkte geplant war.

Nach einer Nacht in Innsbruck ist die Anfahrt zum Kronplatz nicht mehr ganz so weit. 2007 zum bislang einzigen Mal besucht http://grandeboucle.blogspot.ch/2007/03/243-kronplatz.html bin ich gespannt, ob sich die positiven Eindrücke bestätigen und ja, sie tun es.

Der Kronplatz. Sieht aus wie Schweden, ist es aber nicht.
Die beiden langen Talabfahrten nach Reischach (nicht aber die nach Ried), die Talabfahrt nach Olang, die Talabfahrten nach St. Vigil und natürlich die schier unglaubliche Talabfahrt nach Piculin und dann noch die Pisten am Pre da Peres sind einfach Superklasse. Da nimmt man die Schieberei  zwischen den Liften auf dem Gipfel selbst gerne in Kauf. Und sogar die Tatsache, dass beinahe alles Gondelbahnen sind, was ein ständiges Skiabziehen bedeutet. Sogar die nimmt man in Kauf.
Die unglaubliche Talabfahrt nach Piculin
Gefahrene Lifte 22, (* neu 10)

Piculin, Skitrans Bronta*, Miara*, Col Toron, Rara, Costa, Ruis, Sonne, Ried*, Gipfel*, Kronplatz I, Kronplatz II, Alpen Connecting*, Lorenzi*, Arndt, Plateau, Marchner*, Belvedere*, Pre da Peres*, Cianross*, Pedaga, Piz de Plaies

Dienstag, 8. März 2016

27. Februar 2016: Klewenalp und Ibergeregg

über den Wolken....

..ist die Freuheit eben doch nicht grenzenlos, wie man den eingeschränkten Betriebszeiten entnimmt.

Zur Abwechslung eine kleine Urnerseetour: Zuerst auf die engen Ziehwege an der Klewenalp, die mit grandioser Sicht entschädigen, und dann an die lieblichen Hänge an der Ibergeregg. Auch da ist die Aussicht nicht Ohne.

Neue Lifte 1:
Gondelbahn Emmetten-Niederbauen

Swiss Knife Valley
und die gute alte Ibergeregg


15. Februar 2016: Minigiro Meran2000, Trafoi

Von den Dolomiten bis zu den Ötztalern - atemberaubende Aussicht vom Mittager
Die letzte Etappe des Minigiros führt zurück zum Start und bis dahin über zwei kleinere Skigebiete am Weg.
Norwegen!!!
vom Kesselberg
Blick nach Meran

Meran2000 ist das Hausgebiet von ... Meran! Die Talstation der Seilbahn zum Skigebiet liegt ein paar Kilometer ausserhalb des Stadtzentrums. Eine 120er Kabinenbahn führt hinauf auf die Hochebene von Hafling. Da stehen dann ein paar Lifte rum, die Mehrheit davon extrem langsam. Und die bedienen ein paar Piste, die Mehrheit davon extrem flach. So bleibt die wunderbare Aussicht hin zu den Dolomiten, der Brenta, dem Adamello-Presanello-Massiv und dem Ortler-Massiv und den Ötztaler Alpen, für die alleine lohnt es sich, da hinauf zu fahren. Wer keine Lifte sammelt kann die Ski getrost im Auto lassen.

Schölmental
Blick zum Ortler

Die Etappe führt ein gutes Stück weiter hinauf Richtung Reschenpass, biegt dann links in die Stilfser Joch-Strasse ein und endet vorerst an einer Jugendsünde: Trafoi ist der hinterste Ort vor der wintergesperrten Passstrasse in einem engen Tal vor dem mächtigen Ortler, das pure Gegenteil von Meran2000 mit seiner Weite. Dafür sind die drei Pisten auch durchwegs alle interessanter. Aber am interessantesten ist das:



Mit einem Zufalls-Weltmeister begann das Skireisli, mit einem vierfachen Gesamtweltcupsieger, fünffachen Weltmeister und Olympiasieger (Sapporo) endet es. Wenn das keine Steigerung ist.

Lifte (10)
Meran (7)
Seilbahn: Bergbahn Meran 2000
Gondelbahn: Falzeben
Sessellifte: Wallpach, Piffing, St. Oswald, Mittager, Kesselberg

Trafoi (3)
Sessellifte: Kleinboden, Belvedere
Skilift: Schölmental

14. Februar 2016: Minigiro Val Entino - Monte Bondone und Folgaria

Sinnbild des heutigen Tages

Heute ists umgekehrt: In der Nacht schön und am Tag auch, einfach mit Schneefall. Beim Losfahren in Trento (200 müm) ist der Schnee noch sehr nass, doch nur ein bisschen höher wird er bereits trockener und weiss. Bald wird klar: Das wird eine zähe Geschichte. Von den ItalienerInnen gibts auf den Strassen genau zwei Typen: Die ultraschnellen Ferraristi und die, die wissen, dass sie gewinnen, wenn sie langsam in der Strassenmitte schleichen. Und letztere verhageln mir den Zeitplan bereits bei der ersten Auffahrt.
Monte Bondone: Sinnigerweise heisst die Station hier Norge
Monte Bondone ist das Hausgebiet von Trento: Die Talstation ist in 30 Minuten zu erreichen. Oder eben ein bisschen mehr. So oder so, irgendwann sitze ich bei schönstem Schneetreiben auf dem ersten von leider nur drei Sesselliften, denn der längste - der Rocce Rosse mit 809 Metern Höhenunterschied einer der mächtigsten weltweit! - steht still. Und da die übrigen Abfahrten zwar nett aber doch kurz sind sitze ich bald schon wieder in der Machina in einer Schlange hinter einem Schleicher.

Sinnvoll erschlossene Hügel in Fondo Piccolo
Fondo Grand Blick zum Costa d'Agra
Selbst in der Fläche: Skirennen am Costa d'Agra
Bergstation knapp verfehlt? Da hilft ein Förderband (Margerita)
Das schöne an den alten Liften - auch wenn man sich noch so über das Schneckentempo ärgert: Man muss nicht einen halben Wald roden um sie zu bauen und betreiben (Francolini)


Einmal quer übers Valle Adige beginnt der Anstieg nach Folgaria. Unten in Calliano kontrollieren zwei, ob man auch wirklich mit Winterpneus ausgerüstet ist (sic!) und ein paar Meter weiter oben stehen sie dann zu Dutzenden am Strassenrand und montieren die Ketten. Ich überstehe das Drama ohne grosse Probleme und finde auch den Einstieg ins Gebiet in Costa. Damit beginnt eine längere Reise durch ein flaches Gebiet mit unzähligen Ziehwegen. In Fondo Grande und Fondo Piccolo hats ein paar kurze und etwas steilere Hänge (und in Ortesino), sonst ists einfach nur flach im Stile der Espace Lumiere oder Schwedens. Genau richtig für die zahlreichen Nordiren, die in diesem Gebiet unterwegs sind. Was besonders ärgert ist die unlogische Anordnung der Liftstationen: Noch in keinem anderen Gebiet musste ich so oft zwischen den Talstationen oder Bergstationen hin- und herschieben. Da sind die zahlreichen Förderbänder, die sie aufgestellt haben, nur eine schwache Hilfe (zumal die ja nicht für die Statistik zählen). Nun kann ich die verhaltene Freude nachvollziehen, die ein Italiener mir gegenüber gestern auf der Alpe Cermis versprüht hatte, als ich ihm kundtat, dass ich heute nach Folgaria fahre. Wenn euch also bei der Eingabe ins Navi ein kleiner Fehler unterläuft und ihr Folgarida eingebt, lasst das so stehen.

Lifte (23)
Monte Bondone (3)
Sessellifte: 3-Tre, Montesel, Palon

Folgaria (20)
Sessellifte: Dosso della Madonna, Costa-Moreta, Ortesino, Fondo Grande-Sommo Alto, Cargaore, Cengio Rosso, Plaut, M. Pioverna, 3 Sassi-Monte Coston, Coston-Monte Coston, Costa d'Agra, Termental, Truagalait, Cima Spill, Fondo Grande-Martinella, Serrada-Martinella, Francolini
Skilifte: Baby Fondo Grande, Fiorentini, Sciovia Plaut,