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Donnerstag, 31. März 2016

31. März: Fjordski Sogndal Skisenter





Nordfjord (von Starheim)

Heute steht der grosse Transition-Day auf dem Programm. Doch zuerst heisst es: Auto vom Schnee befreien! Wo der wohl herkommt?

Und dann gehts auf die fantastiske Reise von Alesund - *Fähre* über Storfjord -  Hareid - Ulsteinvik - Larsnes - *Fähre* nochmals über Storfjord - Åheim -Stårheim - *Fähre* über Nordfjord - Eikefjord - Førde - Høyanger - *Fähre* über Sognefjord - Leikanger bis nach Sogndal.

Gerade noch reingequetscht auf die Fähre Sulesund-Hareid
Leikong
Winter zwischen Leikong und Gursken



Gursken

Larsnes
Fähre mit Platz (Stårheim)
Sognefjord
Sogndal steht für ein weiteres Freerideparadies in Norwegen. Und dass ich nicht nur Fähren sondern auch noch ein Skigebiet zählen kann verdanke ich der norwegischen Kultur, die Skigebiete unter der Woche nur Abends zu öffnen. Tagsüber sind sie dafür ausserhalb der Hauptsaison geschlossen mit Ausnahmen der grösseren Gebiete wie Strandafjellet und Sogn Skisenter. (Etwas anders siehts in den Skigebieten südlich des Sognefjords aus, die haben bis Mai täglich geöffnet).
Sogn Skisenter Rindabotn
Nachtschicht. Hier stehen die nächsten Kildes, Svindals, Kristoffersons, Jansruds und Loeseths

Das mit dem Abendski haben wir ja bereits in Fjellseter versucht und sind glorios gescheitert. Doch heute läuft der Lift (wenigstens einer)! Flutlicht gibts nicht aber die norwegischen Nächte sind bereits wieder lang. Und aufrgund der vorhandenen Schneemengen und der abwesenden Wärme gibts sowas wie Winterfeeling.

Sogndal Skisenter (1):
Skilift: Rindabotn

Mittwoch, 30. März 2016

30. März 2016: Strandafjellet (diesmal mit Guide!)

Die norwegische Nachsaison bringt uns auch heute nach Stranda - die anderen Skigebiete haben auf Nachtskifahrbetrieb umgestellt, wenn sie überhaupt noch geöffnet haben. Dieser Fakt birgt für die nahe Zukunft eine logistische Knacknuss in sich, aber dazu in den nächsten Tagen mehr.

Aufgrund des völlig anderen Wetters kommt es uns heute vor, als besuchten wir ein neues Gebiet. Nun sehen wir die breiten flachen baumfreien Hänge, die Stranda zum Freerideparadies machen: Lawinengefahr gibts in weitesten Teilen des Gebiets aufgrund der Hangneigung nicht, dafür solls hier massig Schnee geben. Das erzählt uns Knut in der Gondelbahn hinauf auf zum Roaldshornet - der Norwegische Hotelier, selbst mal in der Schweiz studiert, spricht uns auf unseren Dialekt an, und nimmt uns mit zu zwei wunderschönen Tiefschneehängen, der eine hinunter zum Skjerdningbotnen, wobei wir immer den Storfjord vor Augen haben, der andere – Blådalen – mit kurzem Anfellen (Sic!) erreichbar. Unerhofft und wunderschön, vielen Dank, dass du uns diese Abfahrten gezeigt hast Knut!


Was für ein Hotelier Knut ist haben wir erst im Nachhinein erfahren. Checkt es selbst aus http://www.juvet.com/en und wer da mal hingeht soll mir bitte berichten.







Wir haben die Felle für eine zweite Fahrt durchs Blådalen bereits wieder aufgezogen, als ein Telefonanruf den Skitag frühzeitig beendet, weil die richtige Entscheidung getroffen wird. Che bels mumaints char ami, sta bainin e a baintot!

Neue Lifte = 0
Beeindruckende Momente = 3

29. März 2016 Fjordski: Strandafjellet und Sunnmoresalpane (fast)


Bald sinds mehr Fähren als Lifte - geht da was WCS?
Heute heissts auf zu einem der angesagtesten Freeridegebiete Norwegens (je nach Sichtweise). Strandafjellet - das Gebiet von Stranda - besteht aus zwei Teilen: Südlich der Strasse gibts 2 Ski- und 1 Sessellift (letzterer geschlossen), nördlich 1 Gondelbahn und 1 Skilift (letzterer geschlossen). Das Wetter passt zum Rest: Es ist Off-Season, wenns hoch kommt sind zwei Dutzend SkifahrerInnen mit und ohne fixed heels unterwegs. Die Pisten sind jedoch perfekt präpariert, nach den gestrigen Eis- oder Matsch-Abfahrten eine wohlige Wohltat! Das Gebiet verfügt über einige unterhaltsame Abfahrten und so kommt der Spass nach anfänglicher Skepsis wegen des Regens, der schlechten Sicht und der geschlossenen Lifte rasch zurück.

Blick zum Nordteil des Gebiets
Blick vom Nordteil des Gebiets

Fjord!!!

Von unten zum Südteil

Es hat also noch Platz

Nach dem Skitag fahren wir nach Hellesylt, weil wir den Eingang zum Geiranger-Fjord sehen wollen: Auch bei Regen sehr sehr beeindruckend, die engen und steilen Hänge. Touristenboote hats Null, dafür liegen zwei Zwillingsschiffe der besonderen Art vor Anker.



Schneeschmelze (und Regen) in Hellesylt
Hellesylt


Geiranger voraus!

Nach dem Sightseeing gehts weiter nach Sunnmoresalpane, einem kleinen Gebiet ca. 10km von Strandafjellet entfernt. Gemäss Homepage wäre eigentlich Abendskifahren angesagt wie in einigen Gebieten hier, die unter der Woche gar nicht oder dann nur Abends geöffnet haben. Aber heute steht in Sunnmoresalpane alles still. Kein Mensch weit und breit, der Blick ins Kassenhäusschen verheisst nichts Gutes. Da die Graupelschauer jedoch sehr heftig sind fällt die Kapitulation für einmal leicht. Ab auf die Fähre zurück nach Alesund. Doch wieder im Hotel befallen uns auf einmal Zweifel: Ein Gebiet, das nicht öffnet, obwohls eigentlich anders kommuniziert wurde - ist am Ende gar Saisonende? Wir bleiben gespannt.

Sunnmoresalpane Wir wären bereit gewesen!
Stranda (4):
Gondola
Heiser 1, 2 Babyheiser
Abendfahrt an die Sonne







Montag, 28. März 2016

28. März 2016: Fjordski: Romsdalsfjordtour Ørskogfjellet und Tusten/Molde

Der hinterste Teil des Romsdalsfjords: Åndalsnes mit dem Trollveggenansatz
Die aufmerksame Leserin bemerkt!


Heute besuchen wir alle Skigebiete um den 94km langen Romsdalsfjord.

Ørskogsfjellet durfte ich gestern bereits besuchen. Heute läuft auch der lange Lift, aber feisser wird der Braten deshalb nicht, eher fieser, weil schlechte Pistenpräparation und pickelharter Schnee, das geht einfach nicht zusammen.

Wir nehmen die Fähre ab Vestnes nach Molde und besuchen dort das Skigebiet am 700 Meter hohen Tusten, der mit einer beeindruckenden Sicht über den Romsdalsfjord bezaubert. Die Pisten wären auch nicht so schlecht, aber der Schnee ist hier so weich wie er vorher hart war. So freuen wir uns über die Aussicht, bevor wir über Andalsnes und einen Schwenk über den Trollveggen wieder nach Alesund zurückkehren.

Ørskogsfjellet (1): Pomatrekk
Tusten (3): Tallerkenheisen, T-Kroken, Langheisen.

Romsdalsfjord
So sah die Fähre aus, von der dieses Foto gemacht wurde (Vestnes-Molde)
War ein Fährentag: Sølsnes-Åfames 
Heute: Beide Lifte laufen! 
Pistenpräparation. Gefroren.
Tusten/Molde mit Blick auf den Romsdalsfjord und die Romsdalsalpene

Sonntag, 27. März 2016

27. März 2016: Fjordski: Ørskogfjellet Skisenter und Arena Overøye – Stordal - Oder wer zu spät kommt...

Ørskogfjellet
Overøye - nicht gerade Zermatt aber auch ganz schön
"The early bird catches the worm 
but the second mouse gets the cheese."

Als schlechter Frühaufsteher habe ich mich heute früh nach der Zeitverschiebung schwer getan, zumal es doch noch etwas düster schien draussen. Das und der langsame Wagen vor mir war schuld, dass ich die 9:55-Fähre von Solavågen nach Festøya um drei Minuten verpasst hab. Die Wartezeit vertrieb ich mir mit dem Checken der Web- und vor allem Facebook-Seiten der Skigebiete. Und wie ich da so rumsass und wartete postete ein Gebiet nach dem andern: Volda: Storetrekket stengt, Ørsta: stengt, Hornindal REKKET BLIR STENGT I DAG SØNDAG. Die letzte Meldung kam just in dem Moment, als die Fähre von Festøya anlegte und so konnte ich noch von der Schippe springen und umdrehen. Wieder zurück da wo gestern.

Der Lift steht, der Guide mit seinem Gast (links) meint clever zu sein und den anderen Lift benutzen zu können. Tja.
Das Ørskogfjellet Skisenter hatte gestern geöffnet, die Chancen standen also nicht schlecht. Und tatsächlich, der etwas kleinere Lift lief. Der Parkplatzmann wollte mir das Parkticket noch schmackhaft machen, in dem er mir in Aussicht stellte, dass auch der grössere Lift in Betrieb genommen werden sollte, wenn es die Bedingungen erlaubten. Aber das war gar nicht nötig. Nun ist der Begriff "Skisenter" für uns Alpenländler vielleicht etwas irreführend: Es gibt 1 Restaurant mit eingebauter Liftkasse, 1 Zauberteppich und 2 Skilifte (davon eben einer stehend). Nach einer Abfahrt entschied ich mich die Ski zu wechseln, da der weiche Schnee etwas breitere Latten verlangte - und als ich mich wieder umdrehte stand auch der zweite Lift. Ich setzte mich auf die Terrasse und wartete. Nichts tat sich. Nach 5 Minuten wurde der andere Lift gestartet und ein Bahnangestellter fuhr hinauf. Dann tat sich wieder nichts. Nach weiteren 5 Minuten begannen zwei Angestellte zu Fuss den Lift hinauf zu laufen und die Masten zu begutachten. Nichts tat sich. Nach weiteren 5 Minuten kam der, der nach oben gefahren war ins Blickfeld (mit dem Snowboard), rutschte von Mast zu Mast, schaute hinauf und zuckte nur mit den Schultern. Nun begann ich etwas zu zweifeln, besonders in dem Moment, als er den letzten Masten passierte und mit beiden Handflächen nach oben zu verstehen gab, dass er nichts verstand. Zwei Minuten später startete hinter dem Haus ein knattender Motor - die haben also doch ein Snowmobil hier? Ein bislang noch nicht gesehener neuer Bergbahnarbeiter betrat die Bühne. Gemächlich fuhr er zum Lifthäusschen an der Talstation um sich von den anderen Instruktionen geben zu lassen. So sieht ein Held aus! Nach zwei Minuten stand er auf dem Snowmobil auf und gab Gas, und zwar richtig. In ca. 20 Sekunden donnerte er den Berg hinauf, keine Ahnung, wie schnell er war. Nach weiteren gefühlten 20 Sekunden lief der Lift wieder. Und nach nochmals 2 Minuten kam er gemütlich die andere Piste hinuntergezuckelt, fuhr zum Lifthäuschen und erklärte dem Snowboarder, was er eigentlich hätte machen müssen. Ein wahrer Held! Fragte mich nur, weshalb der erst so spät auf der Bühne erschienen ist.


Sehr gelassen hier die Crowd: Der Lift, er steht.
Du weisst, etwas ist nicht gut, wenn die Liftmenschen den Lift zu Fuss hochgehen. Ganz gross übrigens die drei in den Bügeln davor, die standen da schon 20 Minuten geduldig und warteten.

Der Held. Hebt sich auch dadurch von der Mass ab, dass er keine Veste trägt.

Gibt noch anderes zu sehen in Norwegens Skigebieten.

Nach ein paar weiteren Abfahrten wechselte ich, ist doch etwas gar klein das Skisenter, und zwar dorthin, wo gestern auch Stengt war: In die Arena Overøye oberhalb von Stordal. Nun ist der Begriff "Arena" für uns Alpenländler vielleicht etwas irreführend: Es gibt 1 Restaurant, eine eigene Liftkasse, 1 Zauberteppich und 3 Lifte, die alle laufen. Die Pisten von Overøye sind jedoch wie gestern erahnt sehr abwechslungsreich und unterhaltsam, so dass der Nachmittag einen eigentlich bereits abgeschriebenen Skitag rettete.


Arena Overøye: Klein aber Oho!
Auch Oho: Der typische Norwegische Vater mit einem Kind zwischen den Beinen und einem auf dem Rücken. So sieht sie aus die gleichberechtigte Gesellschaft!
Erinnert an Myrkdalen, ist aber Stordalen

Gebiete 2
Ørskogfjellet (1): T-Trekk
Arena Overøye (3): T-Trekk, Tellerlift, Kleiner Lift (Namen werden noch gefunden)

Und auch hier fährt man am Ende des Skitags am Walensee entlang.