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Sonntag, 26. Februar 2017

February 24th (S)Kitimat-Tour Day 1: Erinnern in Sun Peaks & Silver Star

Silver Star - Blick nach Osten

Es ist mir nicht leicht gefallen, gestern Santa Monica zu verlassen. Der Himmel war zum ersten Mal seit Menschengedenken wieder blau, es regnete nicht mehr und die Menschen im Lalaland verliessen das erste Mal seit Wochen ihre Häuser - endlich hatte der Monsun aufgehört!







Der Flug von LAX nach Vancouver führt über ein saftig grünes Südkalifornien hinauf in ein trockenes braunes Kanada. Jaja, times are changing. Der CBSA-Officer wollte mich erst nicht reinlassen, als ich ihm wahrheitsgetreu erzählte, was wir in den nächsten Tagen geplant haben 9 Tage, 15 Skigebiete: "That does not make sense to me" sagte er. "Only because you can't do it it doesn't mean it's not possible" sagte ich. Woraufhin ich hingelassen wurde in den politisch korrekten Teil Nordamerikas. Oder dachte ich mir meine Antwort nur? Heutzutage egal, doch ich versichere euch: Wenn's um Skigebiete geht sind alle Fakten echt.

Auto geholt, Begleiter Martin abgeholt (war wie in Klagenfurt anno 14) und los ging die Reise auf den Spuren unserer Vorfahrer durch stockfinstere Nacht nach Kamloops.
Kamloopp
Blick vom Morrissey 

Heute morgen sehe ich dieselbe Landschaft, die ich bereits ein halbes Dutzend Mal im Sommer gesehen hatte zum ersten Mal im Winter. Viel mehr Schnee liegt auch nicht um Kamloops herum, wir sind also gespannt, als wir die 45 km nach Sun Peaks unter die Räder nehmen. Und bald werden wir beruhigt: Das Weiss nimmt zu und ist dann auch ganz zufriedenstellend (ich blende mal aus, was ich in Tahoe gesehen habe). Ticket erstanden, den ersten Lift (Sunburst, den zweiten Sessellift mit Bubble, den ich in Nordamerika sehe) gepackt und die erste Abfahrt gefahren - das war sie, meine erste Skiabfahrt in Kanada. (Kaum zu glauben, dass ich bereits 7x in diesem Land war und es nie auf die Ski geschafft habe. Aber im Sommer/Herbst ist's da halt schon auch schön.) Wir entscheiden uns das Skigebiet im Uhrzeigersinn zu befahren und dann zu schauen, ob wir ein zweites Gebiet dazupacken wollen. Sun Peaks (erinnert mich stark an Filzmoos) liegt inmitten bewaldeter Hügel, Berge sind keine auszumachen. Die Life erschliessen 3 Sektoren: Die beiden kleineren Sundance (eher flach) und Morrissey (dito) sowie den grössten Mt. Tod, der von mehreren Liften und Seiten erschlossen ist, darunter einer kleinen Backbowl. Mt. Tod ist dann auch trotz seines Namens der beste der drei Skiberge und der Crystal-Lift derjenige, der die meisten guten Abfahrten bedient. Dennoch haben wir es bald gesehen, das meiste ist zu flach und das steile zu kurz, um wirklich zu fesseln.


Welche Piste wir wohl genommen haben?
Small World
Blick vom Mt Tod


Wir fahren weiter nach Silver Star bei Vernon, ins Nachbargebiet von Sun Peaks (ok, da liegen 81 Kilometer Luftlinie dazwischen). Die Dame informiert dann beim Ticketkauf, dass das Gebiet in einer Stunde schliesst - es ist 14:30 Uhr! - de facto aber schliessen die besten Lifte aber bereits zwischen 14:30 und 15.15. Ich wurde vor den frühen Schliesszeiten in Canada gewarnt, aber man glaubt's ja erst wenn man's selbst erlebt.

Colours
Blick ins Okanagan Valley - schon schön.
Wie Geilo, ich kann mir nicht helfen
Der 8$ Lift

Silver Star ist an einen Berg (Hügel) gebaut, die Lifte beginnen zum Teil unterhalb des Resorts und enden oberhalb. Eigentlich mag ich solche Skigebiete, die nicht dem gängigen Muster Ort-unten-Lift-oben folgen. Bei Silver Star ist das nicht anders, doch die Auswahl an Liften ist doch eher bescheiden. Vor allem der Silver Wood aber auch der Comet bieten gute Abfahrten, die anderen noch geöffneten Lifte, die mich stark an Geilo erinnern, hingegen eher nicht. Das Nachtskifahren (Start um 3.30pm) brauchen wir dann fast gar nicht, um auch den letzten Lift noch zu befahren, bevors weitergeht nach Revelstoke, von dem unser Vorfahrer ja kräftig geschwärmt hat.

Sun Peaks (9)
Chairs: Sunburst, Sundance, Morrissey, Burfield, Crystal, Elevation
T-Bars: Village Platter, Morrissey Platter, West Bowl

Silver Star (5)

Silver Wood, Comet, Alpine Meadows, Silver Queen, Summit

Mittwoch, 1. Februar 2017

January 27th 2017: Sugar Bowl & Boreal

Sugar Bowl in Sugar Bowl
Ein grosses Skigebiet fehlte mir noch in North Tahoe: Sugar Bowl, und das wollte ich unbedingt noch besuchen - bevor ich mich dann doch auch noch ein bisschen den Surroundings von San Francisco (Napa, Petaluma, Point Reyes, Sonoma) widmen wollte.



Beeindruckend, dass Colfax (1950 Einwohner) und Auburn (13500) eigene Zeitungen haben.
Nach den beiden traumatisierenden Erfahrungen mit der Bay Bridge wähle ich diesmal den Weg über die Golden Gate Bridge. Schon cool so einen Skitrip zu beginnen (auch wenn das für hier normal ist). Das geht diesmal dann auch ohne Stau und führt mich schon mal durch Sonoma und an Napa vorbei (wenn auch im Dunkeln) hin ins selbe Motel wie am 13. Januar. Im Vergleich zum Martin Luther King Weekend ist's aber super ruhig - und es hat noch einmal mehr Schnee als vor zwei Wochen, der grosse Sturm am letzten Wochenende hat nochmals mächtig was draufgegeben.

Immer und immer wieder cool
Mt Disney
Mt Disney
Mt. Lincoln
Blick in Richtung Squaw Valles
Ein kleines gemütliches Familiegebiet
Powder!
Crows Peak

Sugar Bowl kann mit dem Auto oder der Gondelbahn (deren Funktion sich mir nicht wirklich erschliesst) von der anderen Talseite erreicht werden. Das Skigebiet besteht aus mehreren Bowls (überrascht nicht wirklich bei dem Namen), die einige schöne Steilhänge bieten (gefahren bin ich Sugar Bowl, Nancy's Couloir, Crow's Face). Die Pisten aber sind dann doch eher (sehr) kurzer Natur, so dass Kirkwood, das einen ähnlichen Charakter aufweist, seinen zweiten Platz in Tahoe nicht verliert. Dennoch: Skifahren macht natürlich auch hier Spass!
Kommt da wirklich noch mehr runter?


Fürs Nachmittagsprogramm fahre ich eine Viertelstunde rund um einen Hügel herum nach Boreal, einem Snowboard Mekka (weils so einfach und billig ist), das dann doch gar wenig bietet (erinnert stark an Lecht in Schottland ohne den Exotenbonus dort). Immerhin cool: Es gibt einen Eingang mit Ticketkontrolle, so dass das nicht an jedem Lift geschieht (Tickets werden in den USA mit Ausnahme der Epic-Resorts von Hand gescannt). Und die Schneeberge am Parkplatz, die sind auch ... wow!
Gefährliche Ausfahrten.


Der Eingang

Das Gebiet
Der Höhepunkt
Das waren die beiden Skigebiete. Ein toller Beginn für ein tolles Wochenende, das im Schnee beginnt und am Meer endet. Das ist schon cool hier.

Lifte Sugar Bowl (8)
Gondelbahn: Village Gondola
Sesselbahnen: Nob Hill, Christmas Tree, Jerome Hill, Mt. Lincoln, Disney, Crow's Peak, Judah

Lifte Boreal (4), all chairs
Accelerator, 49er, Flying Dutchman, Cedar Ridge




Montag, 16. Januar 2017

15. Januar 2017: Mt Rose, Rekorde und ein doppelter Bruch

Es ist einfach schön, wenn's schön ist.
1. Rekord.
Bereits beim Aufstehen hatte ich so ein Gefühl, dass das ein besonderer Tag wird: Mt Rose und Donner Ranch waren angedacht. Früh raus aus den Federn (fiel mir besonders schwer heute), diesmal ohne Starbucks direkt hinauf zum Mt. Rose, dem Hausberg Renos, getrieben mit Zig anderen von der Angst, keinen Parkplatz zu finden. Oben dann eine Stunde vor Liftstart angekommen war der Parkplatz natürlich noch leer. Aber immerhin wäre ich um 8 Uhr ready gewesen - Rekord! Das habe ich seit Sörenberg vor 38 Jahren nicht mehr geschafft.

Grad noch geschafft, bevor der Parkplatz voll ist.
Für alle, die das nie schaffen werden: So sieht ein Skigebiet VOR Betriebsbeginn aus.
1. Bruch
Gestern beim Anziehen der Skischuhe am Diamond Peak ist mir der Innenschuh gebrochen (oder wie man dem sagt, wenn der Schaumgummi im Futter reisst und plötzlich an der Sohle liegt).  Innenfutter des Skischuhs aufschneiden, Schaumgummi irgendwie hochziehen, mit Ducktape irgendwie fixieren und den Schnitt im Innenfutter ebenfalls mit Ducktape nähen. Heute beim Einsteigen fühlte sich der Schuh an wie neu! Erster Bruch geheilt.

2. Rekord
115 US$ für 4 Lifte. Da werden Vail, Steamboat Springs und wie sie alle heissen zum Schnäppchen.

Mt. Rose
Wäre wohl ein gutes Gebiet mit einem der steilsten Playgrounds in dieser Ecke der Welt, mit The Chutes, angeblich mit 40°-55° Sachen drin, wenn die denn offen gewesen wären, und mit zwei Bergseiten, von denen die Slide Bowl leider (und aus unerfindlichen Gründen, denn die Pisten waren gemacht) geschlossen war. (EDIT: Der Lift läuft für die Saisonpass Besitzer morgens bis 9.00 Uhr  Season pass holders only before 9:00 am Mich schüttelts gerade)
 So kann ich nur kürz über die Nordhänge berichten: Steil und von links nach rechts mit abnehmender Länge. Der Rest: Flaches Übungsgelände. So genoss ich einige Abfahrten und war um 10:20 Uhr wieder unterwegs zum nächsten Gebiet. Passt!

Blick nach Reno
Blick nach Lake Tahoe
Mit eigenem Wasser.

3. Rekord
Die Strecke führte mich um ca. 11.00 Uhr am Northstar-Resort vorbei. Die Parkplätze sind schon voll (so steht es auf diversen Schildern geschrieben). Dennoch, seht selbst....

Donner Ranch
Ich weiss nicht welcher Affe mich gebissen hat, dass ich glaubte, dass es bei meinem nächsten Skigebiet natürlich anders sei. Dummerweise teilt sich die Donner Ranch die Zufahrt mit Sugar Bowl  - auf jeden Fall wäre mein Stau mindestens 3.7 Meilen lang gewesen. Also bin ich umgedreht um noch etwas von San Francisco zu haben und tatsächlich, zum Sonnenuntergang war ich am Beach!

Schneeberge in Donner Lake
So etwas wie die Brunau von SF.

2. Bruch
Wie ich zum Auto zurück komme klafft ein grosses Loch im Fenster auf der Beifahrerseite. Immerhin, die Ski sind noch da, wie der San Francisco Police Officer (selbst Skifahrer und nächstes Wochenende in Kirkwood) erleichtert feststellt. Und die Frage, wo ich diese Woche das Auto waschen soll, hat sich auch erledigt. Ab sofort bin ich in blau unterwegs.

An der Strasse rechts unten war der Tatort
Golden State halt

Lifte Mt. Rose: 4
Nortwest 6, Galena, Wizzard, Lakeview


Sonntag, 15. Januar 2017

14. Januar 2017 Panorama-Day: Meer statt See in Northstar und Diamond Peak

Diamond Peak
Comstock / Northstar
Aussicht vom ... Lookout (Northstar) hinüber nach Squaw Valley
Ich befinde mich ja in Mitten des Nationalen Martin Luther King Days (immer am dritten Montag im Januar), darum ist's hier auch überall so voll. Nach den gestrigen Erfahrungen wollte ich heute nichts mehr riskieren, so I got up early, so früh, dass der erste für den Zmorgenkafi ausgesuchte Starbucks noch geschlossen hatte (jaja!!).

So früh war ich, dass die Strassen in Reno (irgendwie eine kleinere Kopie von Las Vegas) noch MENSCHENLEER waren. (Habe aber auch gelesen, dass das immer so ist.)
Gleich zwei Snowmobile auf dem Pick Up - wohl frischverliebte Nevadaner
Doch noch gestärkt fahre ich dann halt doch wieder mit einer Kolonne in Northstar ein, mein Platz im Parking Lot 2 zeugt aber noch immer von meiner frühen Ankunft. Der Nebel deckelt alles ziemlich stakr, so auch meine Freude über das meiner Meinung nach schwächste aller bisher gefahrenen Epic-Skigebiete. Kurze Abfahrten, es ist kaum etwas Herausforderndes dabei. Das wohl Schwierigste (Lookout Glade) habe ich unbeabsichtigter Weise gefahren, als ich vom Lookout Mountain in die Backside wechseln wollte. Die beiden Lifte dort bieten zusammen mit dem Lookout Lift einige schöne Abfahrten. Der Rest lebt von der Freude, wenn man über den Nebel kommt. Das habe ich mir anders vorgestellt, wurde Northstar doch immer als ein grosses Gebiet genannt. Aber im Tahoe-Vergleich steht es bei ganz hinten.
Auch hier gibts diese Wagons - wie in Keystone. Eigentlich noch eine gute Sache, oder?
So sieht das Terrain hier aus.
oder so.
Speichertank. Der wird wohl oben offen sein.
Ein Höhepunkt hier das Martis Loch am Martis Camp Express
So fällt mir der Skigebietswechsel nicht schwer. Nach 30 Minuten komme ich in Incline Village an und besuche dort mein zweites Skigebiet in Nevada (habt ihr euch eigentlich schon mal gefragt, was der Name dieses Wüstenstaats genau bedeutet? Jaja!!): Diamond Peak. Dieser Peak wurde mir als Skigebiet mit der besten Aussicht auf den Lake Tahoe gepriesen, aber bei dem Nebel werde ich doch nicht ... immerhin, ich den Lake Tahoe unter der Nebeldecke sehen. Und wie ich oben ankomme....seht selbst.
Lake Tahoe im Nebelmeer
The Great Flume
Randsportart Skifahren/Snowboarden
Randsportart Skifahren/Snowboarden
Randsportart Snowboarden
Das Gebiet ist eigentlich ein Bloody Beginner-Gebiet und besteht aus einer Handvoll kurzer und ungesicherter Sessellifte – ich kann noch immer nicht verstehen, wie dieses sicherheitsbesessene Land kleine Kinder auf ungesicherten Sesselliften fahren lassen kann – und einem langen (gesicherten) Lift hinauf auf den Diamond Peak. Das Skifahren hier hat mir nicht weniger Spass gemacht als im vermeintlich grossen Northstar, was wieder einmal die These bestärkt, dass es nicht auf die Grösse ankommt (beim Skifahren).

Lifte Northstar:11
Gondelbahn: Big Spring Express
Sesselllifte: Vista, Arrows, Comstock, Rendezvous, Tahoe Zephir, Martis Camp, Promised Land (zu diesem Lift gibts unten einen special Soundtrack), Backside, Village Express
Skilift: Lookout Link

Lifte Diamond Peak 4
Lake View, Ridge, Crystal Express, Red Fox
Impressionen von Schneemauern am Mount Rose Summit, 2716m
Und hier der versprochene Soundtrack zum Promised Land Lift. Leider lief das nur in meinem inneren Ohr. Lustig wars trotzdem auf dem Lift dank der beiden Girls, die über ihre schlimmsten Skistürze sprachen/lachten.