Translate

Mittwoch, 1. März 2017

Feb 27th: (S)Kitimat Day 4: Sunshine, Nakiska, Olympic Hill










Den heissen Stein und das Fondue riechen wir noch aus allen Kleidern, die wir gestern angehabt haben. Aber Spass hat er gemacht, der kulinarische Ausflug in die Alpen.


Wir packen die Koffer und fahren bei klirrender Kälte aus Banff los nach Sunshine, dem grösseren der beiden Gebiete um Banff. -20° C gibt das Thermometer an, als wir den Parkplatz bei der Gondelbahn erreichen. Sunshine Village liegt an der Bergstation besteht aus ein paar Accomodations, nichts grosses. Weniger gross als erhofft ist auch das Skigebiet. Zwar sind es für kanadische Verhältnisse viele Lifte, aber leider sogar für kanadische Verhältnisse etwas wenig Verticals und noch weniger Degrees. Das haben wir uns anders vorgestellt. Lediglich eine kurze Passage am Lookout Mountain bietet steilere (aber kurze) Abfahrten und dann gibt’s noch den Goat Mountain, der mit seinen etwas längeren und steileren Abfahrten Sunshine rettet. Dafür wollen wir uns aber unsere Nase nicht abfrieren lassen, fahren die (nochmals flache) Talabfahrt zurück zum Auto und mit diesem nach Nakiska.









Die Fahrt auf dem Banff Highway bietet schönste Sichten auf die Rockies links und rechts und führt uns dann hinaus aus den Bergen in die Fläche Albertas, bevor wir wieder abdrehen und in die Rockies zurückfahren, ein einsames Tal hinein, in dem sämtliche Zeichen westlicher Zivilisation fehlen, bis der Mount Allan auftaucht mit seinen in den Wald geschlagenen Pisten, die das Skigebiet Nakiska ausmachen. Nakiska, war Austragungsort der Alpinen Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele 1988 (wer erinnert sich nicht) und wurde wegen der fehlenden Steilheit der Abfahrten auch als Mickey Mouse-Mountain bezeichnet. Die hätten mal nach Sunshine gehen sollen! Für uns ist Nakiska eine Steigerung, denn viele der Pisten sind durchaus spannend. Die Backbowl (Monster Glades) checken wir nicht aus, sie wirkt auf dem Pistenplan ein bisschen gesucht. Wir fahren die Lifte ein paar Mal und verabschieden uns dann von dem einsamen Skigebiet im einsamen Tal in Richtung Calgary.









5 Pisten kommen hier zusammen, 4 davon waren 1988 Wettkampfstrecken
Nach eine kurzen Fahrt durch die flachen Weidegebiete am Fusse der Rockies erreichen wir vor den Toren Calgarys den Olympic Winter Parc mit der Bobbahn (Cool Runnings) und der Schanze (Eddie the Eagle) – spätestens jetzt erinnert ihr euch wieder an die Olympischen Spiele 1988, gell. Wir tun uns ein wenig schwer damit die Karte zu kaufen, tun es dann aber trotzdem und fahren ein paar Mal den Hügel hinauf und hinunter, bis wir’s dann gesehen haben und ins Hotel fahren, das an der 4th Avenue in Downtown Calgary liegt. Macht Spass dieser Wechsel von der Einsamkeit der Rockies in die Häuserschluchten der Erdölmetropole.
  





Lifte Sunshine (11)
Gondelbahnen: Gondola Sektion 1, Gondola Sektion 2
Sessellifte: Wawa, Standish, Strawberry, Great Divide, Angel, Teepee Town Luxury Express, Jack Rabbitt, Wolverine, Goat’s Eye

Lifte Nakiska (3)
Sessellifte: Gold, Silver, Bronze

Lift Olympic Winter Park (1)




Dienstag, 28. Februar 2017

February 26th: (S)Kitlmat-Tour Day 3: Lake Louise / Mt. Norquay



Nach einer heissen Nacht im Lake Louise Inn (better check the heater first before opening the window) fahren wir zum Resort hier, zum Weltcup Resort Lake Louise (Lara, we miss you! Lindsay, I don't know if I miss you, you won too much here).


Sogar Mikrowellen stehen zur Verfügung .... und unsere Skigebiete diskutieren noch die Einführung von Picknickräumen.





Happy Tree!
 Die Grizzly-Express-Gondelbahn führt uns hinauf zum ... ich weiss nicht wohin, die Bergstation ist hier nicht angeschrieben. Von hier fahren wir die Pratmigan (Nr. 76, eine schöne lange schwarze Abfahrt) auf der Rückseite des Skigebiets hinunter bis zum Larch-Sessellift. Dieser wiederum erschliesst ebenfalls tolle Abfahrten, der Pratmigan -Lift führt zurück zur Bergstation der Gondelbahn. Alleine dieser kleine Zirkus macht riesige Freude! Die Back-Bowl hier bietet viele verschiedene und unter anderem auch sehr steile Abfahrten. Nicht so steil wie gestern die North Bowl in Revelstoke, aber zum Teil doch zu steil für mich (nicht für meinen Begleiter, Chappeau!). Auf der Vorderseite befindet sich vor allem die Weltcup-Strecke, die wir suchen, finden und für allgemein zu wenig spektakulär empfinden. Dennoch: Lake Louise ist ein tolles Skigebiet mit vielen tollen Pisten und noch viel mehr Routen. Über das Rating werden wir am Schluss der SKitimat entscheiden. Auf jeden Fall ist es für uns beide ganz weit vorne (vor Kicking Horse, aber auch vor Revelstoke? We don't know). Zusätzlich zum Gebiet beeindruckt auch die Serviceorientierung: Es gibt einen Essensbereich, in dem Mikrowellen-Geräte zur Verfügung stehen, Wasser angeboten wird und Send/Ketchaup/Besteck. Während sich die Gebiete in der Schweiz noch darüber streiten, ob Picknick-Räume opportun sind schafft Lake Louise (nicht gerade ein kleines Skigebiet) ganz andere Tatsachen. Grosses Chappeau auch hier!






North American



Trotz des grossen Vergnügens wechseln wir nach Mount Norquay, zum Hausgebiet von Banff. 4 Lifte erschliessen eine Bergflanke. Bei weitem kein Lake Louise, aber Skifahren (Snowboarden, Telemarken) macht auch hier Spass, vor allem am Mystic-Express und am North American, einem Sessellift, den ich noch nie gesehen habe: 4 Sessel sind hintereinander geschaltet, dann lange nichts mehr. Mit Gondeln kenne ich das, mit Sesseln nicht. Oben dann eine der spannendsten Bergstationen und runter Buckelpisten. Tolle Back-to-the-Roots Erfahrung, die ich nur ganz selten noch erlebt habe (z.B. Oberstaufen, Foppolo, Heiligenblut). Am Ende kommen wir beide zum Urteil, dass es sich gelohnt hat, Lake Louise für Mt. Norquay abzukürzen. Und nun freuen wir uns auf den Apres Ski in Banff.

Lifte Lake Louise (7)
Gondelbahn: Grizzly Express
Sessellifte: Larch, Ptamigan, Paradise, Glacier Express, Top of the World Express
Skilift: Summit Platter

Mt Norquay (4)
Sessellifte: Spirit, Mystic Express, North American, Cascade



Montag, 27. Februar 2017

February 25th: (S)Kitimat Tour: Revelstoke and Kicking Horse - Best of Canada?

Morning Sun @ Arrow Lake


Gemäss unserem Vorfahrer stehen heute die beiden besten Skigebiete auf unserer (S)Kitiimat Tour auf dem Programm. Nach dem Frühstück im Bed&Breakfast am Arrow Lake fahren wir nach Revelstoke. Ski beim Skidoktor abholen und rein in die Gondel, die ab 520m hinaufzieht ins Gebiet am Mt. McKenzie. Ich habe schon einiges über Revelstoke gehört (Powderparadise), aber irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen, wie 3 Lifte ein grossartiges Gebiet erschliessen sollten. Und dann stehen wir da oben am Stoke Sessellift und sehen hinunter ins Tal, 1700 Höhenmeter liegen zwischen uns, alles an einer Bergflanke ohne störende Flächen dazwischen - sowas habe ich noch nirgends gesehen (Bormio hat flache Passagen dazwischen). Wir wollen hinüber zum zweiten Sessellift und wählen die Variante "trough North Bowl", ohne uns was dabei zu denken. Als wir plötzlich vor den Cliffs stehen und weit unter uns die Bergstation des anvisierten Lifts sehen wird und bewusst, dass wir uns hier im Off Piste-Paradies befinden. Doch die Lines durch die Coulouirs sind uns um viele Galaxien zu wild (wir spinnen ja nicht!), so nehmen wir den easy way down - oder hies das easier way down? Die Abfahrtsspuren durch die Bäume verengen sich hin zu einer Stelle, die mit Fangzäunen gesichert ist und die uns dann doch einiges an Fahr- und Beherrschungskünsten abverlangte. Das war also die Vertigo. Eine weitere wilde Abfahrtsroute, die wir uns in Europa so nicht vorstellen können.
1700 Höhenmeter
Neue Berufsbilder sind gefragt!

Da war die Welt noch in Ordnung
Eine der Abfahrtsrouten in der North Bowl
Schlüsselpassage

Wir fahren zwei Mal den Ripper und dann wieder hinüber zum Stoke, von wo wir die Abfahrt Devils Club nehmen, 1700 Höhenmeter vom Feinsten, unten sind wir ganz berauscht von diesem Skivergnügen und versichern uns immer wieder, dass unser Vorfahrer recht hatte mit seiner Einschätzung.
Immer wieder mal was Spannendes unterwegs (Rogers Pass)

Also wollen wir überprüfen, ob auch seine zweite Einschätzung stimmt - wir springen ins Auto und fahren über den Rogers Pass (wohl zu Ehren von King Roger) hinüber nach Golden, wo uns das Navi auf einmal eine um 1 Stunde spätere Ankunftszeit voraussagt - wir haben ganz vergessen, dass wir in Golden eine Zeitzone weiter sind, und plötzlich wirds wieder knapp: Hinauf zum Kicking Horse-Resort, Ticket kaufen/holen und hinein in die Gondelbahn, die uns über 1200 Höhenmeter hinauf auf die CPR Ridge bringt. Auch dieses Gebiet zelebriert das Gerade: 3 Sessellifte (wovon einer nicht läuft, macht aber nichts), eine Gondelbahn und dazwischen 125 Abfahrtsrouten (wovon aber 30 nur nach Hikes zu erreichen sind). Trotz der gestohlenen Stunde konnten wir einige sehr positive Eindrücke gewinnen und sind mit unserem Vorfahrer einig: Auch Kicking Horse kicks asses.

Die untere hiess früher mal Super Bowll
Eagle Beiz
Vom Stairway to Heaven aus
Von oben herab

Revelstoke (4)
Gondelbahnen: Revelation 1, Revelation 2
Sessellifte: Stoke, Ripper

Kicking Horse - Golden (4)
Gondelbahn: Golden Eagle Express
Sessellifte: Stairway to Heaven, Catamount

Vorschau auf Morgen