Ich bin seit drei Wochen nicht mehr auf den Ski gestanden, Zeit endlich wieder in den Schnee zu gehen.
Der Schnee von vorletzter Woche hat bereits sehr gelitten, und die Wettervorhersage verspricht nichts Gutes: Es bleibt viel zu warm für die Jahreszeit. All die kleinen Gebiete, die vor ein paar Tagen noch offen hatten, sind bereits wieder geschlossen. Aber einige sind noch offen. Und gut für mich: Sie liegen sogar schön in einer Reihe aufgereiht. Und in der Mitte liegt ...... Arosa! Also, los geht's zur Arosa Rundtour.
Fideriser Heuberge
Ich war bis jetzt genau 1x auf Heuberge: 1990 in der Rekrutenschule zum Aufräumen des Schiessplatzes. Die zwei stündige Anfahrt von Birmensdorf hinten eingepfercht auf der Ladefläche des Lastwagens ohne sich bewegen zu können im kalten November und dasselbe wieder zurück ist auf der Liste meiner Erinnerungen ganz unten.
Und nun sitze ich in einem Mietauto, das wohl aufgrund eines Reifenschadens sehr stark rüttelt und schüttelt. Als ob mir eine angenehme Anreise in die Heuberge nicht gegönnt wird. Und dann lerne ich auch noch, dass ich mit dem Auto nicht ins Skigebiet hochfahren kann, sondern den Bus nehmen muss - irgendwie habe ich das beim Lesen der Webseite überlesen.
Im Bus die enge Strasse hinauf verstehe ich, dass die nicht einfach Autos hochfahren lassen können. Zumal die Strasse auch Schlittelweg ist. Alles gut,
Nach rund 30 Minuten erreicht der Bus die Heuberge, eine baumlose Arena auf knapp 2000 Metern Höhe, ein kleineres Hotel mit Bar, ein weiteres Restaurant und ein paar dutzend kleinere Hütten verstreut über der Hochebene - ein wunderschöner Flecken ist das hier, damals im November '90 war es nicht ganz so bezaubernd. Drei Skilifte erschliessen die kleine Arena, die Pisten dieses privaten Skigebiets sind eher kurz, bieten aber sind abwechslungsreich. Ein perfekter Ort für Skilager oder für ein Wochenende abgeschieden im Schnee. Wer das will muss sich wohl beeilen, vielleicht gibt es die Heuberge bald nicht mehr so: Das Mini-Resort scheint zum Verkauf zu stehen, wie die Medien berichten (Blick) und wie es mir auch der Bus-Chauffeur auf dem Rückweg erzählt. Um so dankbarer bin ich, dass ich die Chance hatte, meinen ersten Eindruck der Heuberge zu korrigieren.
Lifte 3: Gamslift, Cadierislift, Heuberglift
Pany
Auf der anderen Talseite des Prättigaus gleich vis-à-vis der Heuberge in der Sonne liegt der Skilift Pany gleich oberhalb des Dorfs. Das kleine Gebiet wirkt lebendig: an der Talstation hat es ein Restaurant, es hat einige Leute am Lift, und aufgrund des 12-Stunden-Rennens, das am nächsten Tag stattfindet, herrscht einiges an Betrieb. Der Lift führt über eher flache Wiesen und in einer Kurve um einen Stall herum rund 300 Höhenmeter hoch. Es ist noch eine Piste präpariert (4 und 5 sind zu), dass sie hier mit dem Schnee kämpfen ist aber unübersehbar.
Lift 1: Pany Lift
St. Antönien
Die Halbtageskarte von Pany gilt auch in St. Antönien, das rund 10 Minuten von Pany entfernt liegt, am Ende des St. Antönientals, einem Schneeloch. Der Lift hat in etwas dieselbe Höhenlage wie der in Pany, doch es hat viel mehr Schnee, allerdings scheint es viel ruhiger zu sein. Der Lift liegt rund 100 Meter oberhalb der Strasse entfernt, man muss sich den Einstieg zuerst verdienen. Oben hat es dann mehr Leben, es hat zwei kleine Beizli und einen Parkplatz für Tourengeher und Langläufer. Ich gönne mir für einmal einen Lunch, bevor ich die etwas steilere Abfahrt unter die Telis nehme.
Lift 1: Junker Lift
Alvaneu
Der Skilift Sontg Antoni unterhalb von Alvaneu ist ein Mysterium: Ein richtiger Lift, aber bis jetzt weder auf skiresort.de noch auf bergfex.ch vermerkt. Der Tellerlift liegt auf einer Terrasse, das Trassee geschützt vor direkter Sonneinstrahlung. Es gibt hier wohl kein Pistenfahrzeug, aber eine kleine herzige Talstation, an der ich dem Liftmaster meine Liftgebühr richtiggehend aufdrängen muss. Neben mir hat es noch einen Erwachsenen auf Ski, (die anderen Eltern sitzen an den Picknick Tischen) und ein Dutzend Kids.
Lift 1 : Sontg Antoni
Feldis
Zum Abschluss der Rundtour fahre ich ab der A13 im Domleschg rund 800 Höhenmeter hinauf nach Feldis, Jeder Meter höher öffnet den Blick mehr hinein ins Tal und zum markanten Gipfeln des Piz Beverins. (Gibt es wirklich kein Hotel in Scheid? Ich meine, bei dieser Aussicht...). Oben geht es dann über einen kleinen Pass und gleich dahinter liegt auf einer Terrasse Feldis, diesmal geht die Aussicht zur Sardona und hinein in die Surselva (kaum zu glauben, wie flach die Berge um Laax/Flims von hier aus aussehen). Zum Abschluss gibts einen Sessellift rund 500 Höhenmeter hinauf auf die Hochebene von Mutta. Viele Schneeschuhwanderer kommen mir auf dem Lift entgegen. Vom Sessellift sind es nur 200 Höhenmeter zum Dreibündenstein, der auch von Brambrüesch erreichbar ist. Und von Churwalden. Mehr zu Verbindungsgelüsten gibts hier bei den Alpinfans.
Beim Ticketkauf wurde mir empfohlen, die Piste auf der Nordseite zu fahren. Was beim Anblick der Piste auf der Südseite offensichtlich ist. Und irgendwie schade, weil die Südpiste wäre schön geneigt. Und irgendwie auch nicht, weil die Aussicht im Norden super ist, der Blick nach Chur erinnert mich an die Aussicht von der Muttereralm in klein. Allerdings ist das Vergnügen kurz, die Abfahrt besteht dann bald einmal aus einer Querfahrt mit anschliessendem Pistensuchen. Wenn ich nicht miden Telis hier wäre würde ichs geniessen. So ist's am Ende die Aussicht und das Potenzial, das mir hier gefällt. Und der Espresso zum Abschluss im kleinen Beizli Raschuns,
Lift 1: Sessellift
I hadn’t been on skis for three weeks — time to finally get back into the snow.
The snowfall from two weeks ago has already suffered badly, and the forecast doesn’t look promising: far too warm for this time of year. Many of the small ski areas that were still open just a few days ago have already closed again. But a few are still operating. And luckily for me, they line up almost perfectly in a row. Right in the middle: Arosa! So off I go on the Arosa round tour.
Fideriser Heuberge
Until now, I had been to Heuberge exactly once: in 1990 during military training, cleaning up the shooting range. The two-hour ride from Birmensdorf, squeezed into the back of a truck without being able to move in the cold November air — and the same journey back — ranks very low on my list of pleasant memories.
Now I’m sitting in a rental car that shakes violently, probably because of a tire issue. Apparently, a smooth journey to Heuberge is not meant to be. And then I learn that you can’t actually drive up into the ski area — you have to take the bus. Somehow I must have overlooked that detail on the website.
Once the bus climbs the narrow road, I understand why private cars aren’t allowed. The road also doubles as a sledding track. Fair enough.
After about 30 minutes, the bus reaches Heuberge: a treeless arena at nearly 2,000 meters altitude, a small hotel with a bar, another restaurant, and a few dozen scattered huts across the plateau. A beautiful place — very different from my grey November memories of 1990. Three ski lifts serve this small private ski area. The runs are short but varied. A perfect spot for ski camps or a quiet weekend in the snow. Anyone interested might have to hurry — according to media reports (and confirmed by the bus driver on the way back), the mini-resort may be up for sale. All the more reason to be grateful for the chance to correct my first impression of Heuberge.
Lifts (3): Gamslift, Cadierislift, Heuberglift
Pany
On the opposite side of the Prättigau valley, directly across from Heuberge and bathed in sunshine, lies the small ski lift of Pany just above the village. The area feels lively: a restaurant at the base, a decent number of skiers, and extra activity due to a 12-hour race scheduled for the next day.
The lift climbs about 300 vertical meters over gentle meadows, curving around a barn along the way. Only one run is still groomed (runs 4 and 5 are closed), and it’s obvious they are struggling with snow conditions.
Lift (1): Pany Lift
St. Antönien
The half-day ticket from Pany is also valid in St. Antönien, about ten minutes away at the end of the St. Antönien valley — a well-known snow pocket. The lift sits at roughly the same elevation as Pany’s, but there is noticeably more snow, and far fewer people.
The lift starts about 100 meters above the road — you have to earn your first turns. At the top there’s more life: two small mountain huts and a parking area for ski tourers and cross-country skiers. I treat myself to lunch before skiing the somewhat steeper descent beneath the Telis.
Lift (1): Junker Lift
Alvaneu
The Sontg Antoni lift below Alvaneu is something of a mystery: a proper ski lift that, surprisingly, is still not listed on skiresort.de or bergfex.ch. The platter lift sits on a terrace, its line protected from direct sunlight. There probably isn’t a grooming machine here, but there is a charming little base station where I almost have to insist on paying my lift ticket.
Apart from me, there is only one other adult skier — while parents sit at picnic tables and about a dozen kids enjoy the slope.
Lift (1): Sontg Antoni
Feldis
To finish the round tour, I leave the A13 in the Domleschg valley and drive about 800 vertical meters up to Feldis. With every meter gained, the view opens further into the valley and toward the striking summit of Piz Beverin. (Is there really no hotel in Scheid? With views like this?)
After crossing a small pass, Feldis appears on a sunny terrace. This time the panorama looks toward the Sardona region and deep into the Surselva — it’s hard to believe how gentle the mountains around Laax and Flims appear from here.
The final lift of the day is a chairlift climbing roughly 500 vertical meters up to the Mutta plateau. Many snowshoers ride down in the opposite direction. From the top it’s only another 200 vertical meters to the Dreibündenstein, also reachable from Brambrüesch and Churwalden — more about long-dreamed connections can be found over at Alpinfans.
When buying the ticket, I was advised to ski the north-facing run — which makes perfect sense once you see the south side. A pity, because the southern slope has a beautiful pitch. But also not a pity, since the northern panorama is fantastic: the view toward Chur reminds me of the Muttereralm, just on a smaller scale.
The descent itself is short and soon turns into a traverse followed by a bit of piste-finding. Without the Telis skis I might have enjoyed it more. In the end, it’s the scenery and the potential of the place that stay with me — along with a final espresso at the small Raschuns mountain hut.
Lift (1): Chairlift

























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