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Sonntag, 5. April 2015

4. April 2015: Squaw Valley & Alpine Meadows

Lake Tahoe ist nicht nur ein sehr schöner See sondern auch einer, der von rund einem Dutzend Skigebieten umgeben ist.











Squaw Valley war 1960 Host der Olympischen Winterspiele. Bereits im Village wird klar, dass hier eine Klasse höher gespielt wird, zumindest was die Infrastruktur betrifft: Neben einer Funitel führt auch eine Seilbahn hinauf auf in den ersten Stock des Skigebiets, zur Gold Coast. Hier finden sich viele Lifte, die – mit Ausnahmen – mehrheitlich flache Abfahrten erschliessen. Die Lifte, die beim Village starten, scheinen eher steile Abfahrten zu erschliessen. Aber natürlich bleibt das hier nur eine Schätzung, denn geöffnet haben nur 4 Lifte, die anderen 26 fallen auch hier dem fehlenden Schnee zum Opfer. Dennoch: Squaw Valley scheint eines der besten Gebiete zu sein. Wahrscheinlich ist es auch besser als Mammoth: Abwechslungsreicher, da verschiedene Hanglagen, steiler, mehr längere Abfahrten. Und: Die Pisten enden direkt im Village. Wahrscheinlich hat mir das in Mammoth etwas gefehlt.





Leider sind nur wenige kurze Abfahrten geöffnet und so habe ich's bald einmal gesehen. Nach einer kurzen Pause mit französischem Hotdog und einer ebenso kurzen Fahrt ins Nachbartal erreiche ich Alpine Meadows (Kartenverbund mit Squaw Valley, das macht die 95$ etwas erträglicher). Das hat zwar weniger Lifte aber die besseren geöffneten Pisten. Und schliesslich geht mir das Herz im kleinen Alpine Meadows auf statt im grossen Squaw Valley.

Lifte Squaw Valley (4)
Funitel: Gold Coast
Sessellifte: Siberia, Gold Coast, Shirley Lake

Lifte Alpine Meadows (3)
Sessellifte: Hot Wheels, Roundhouse, Summit

Lake Tahoe
Homewood

Lake Tahoe

Kirkwood

Samstag, 4. April 2015

3. April 2015: Lake Tahoe – Heavenly

Heavenly View
Der Abschied in Mammoth von meinen Hosts fällt nicht leicht und erfolgt erst nach einem ausführlichen Breakfast – CU in Santa Monica!

Der Weg führt mich mit einem kurzen Zwischenstop am Mono Lake der Sierra entlang nach Norden. Die Landschaft bleibt trocken, die Berge sind nur spärlich mit Schnee bedeckt.
Kalktuff-Formationen am Lake Mono

Der See ist vieles: Am Austrocknen, stark alkalisch, Wasserspeicher von Los Angeles, Cover von Pink Floyd und vor allem beeindruckend.

Eastern Sierra mit rund 20% des sonst um diese Zeit üblichen Schnees

Bei Topaz Lake wechsle wieder einmal über die Grenze nach Nevada. Das breite Carson Valley wird westlich von einer höheren Bergkette begrenzt, auf die eine Passstrasse führt. Am höchsten Punkt führt eine Abzweigung ins Tahoe Summit Resort und dort zum Skigebiet.

West Walker River Valley

Coleville

Von den 30 Liften sind lediglich 6 geöffnet, von den 90 Abfahrten lediglich 20 befahrbar – dennoch knöpft mir die nette Lady an der Kasse um 13.00 Uhr ohne Anzeichen eines Bedauerns den vollen Tageskartenpreis und damit 97$ ab. Der Einstieg erfolgt über den Stagecoach Express, auch geöffnet sind der Olympic, Dipper, Comet und Tamarack Express. Der Rest ist zu. Dennoch erlaube ich mir ein Urteil: Heavenly ist ein nettes aber wenig aufregendes Skigebiet mit flachen Pisten durch schöne Wälder und einigen Buckelpisten an kaum steileren Hängen, das vor allem von der Aussicht auf den Lake Tahoe lebt. Und die ist wirklich schön.

Lake Tahoe
Carson Valley
Das Skigebiet verbindet California und Nevada.
Bin nicht sicher ob Heavenly der richtige Ort für diese Werbung ist. Zu flach.

Lifte Heavenly (6):
Stagecoach, Olympic, Dipper, Comet, Tamarack, Big Easy

Freitag, 3. April 2015

1. & 2. April 2015: Mammoth Mountain

Mammoth Mountain vom obersten Inyo Crater aus gesehen

Nach den Wüstentrips standen nun zwei Tage Skifahren in Mammoth an. Wie prekär die Schneelage in Kalifornien zur Zeit ist wird klar, wenn man sich vor Augen hält, dass die Skisaison in Mammoth üblicherweise bis in den Juni, manchmal gar in den Juli hineingeht. Nun mangelt es bereits Anfang April an allen Ecken und Enden an Schnee, mehr als die Hälfte aller Lifte hat den Betrieb eingestellt. Damit fehlen die beiden Sektoren ganz im Süden und im Norden des Gebiets. Nur die drei mittleren Bereiche haben geöffnet.

SoCal Swiss Race Team
Vielen Dank für die tollen Tage!
Dennoch sind es zwei sehr schöne Tage, die ich hier verbringen darf – dies auch dank meinen Hosts hier in California.

Wegen den Einschränkungen verbietet sich mir ein Gesamteindruck. Trotz den Einschränkungen ist aber klar: Mammoth bietet Einiges. Vom höchsten Gipfel Top of the Sierra auf 3369m (mit der Gondel erreichbar) führen neben einer steilen Piste unzählige Freerideabfahrten über Buckelpisten eine Etage tiefer. Die Lifte High Five, Canyon Express, Stump Alley und Broadway bedienen schön geneigte Abfahrten. Maximaler Höhenunterschied sind 960m, aber die meisten Pisten sind kürzer und lassen sich ohne einmal anzuhalten befahren. Eine besondere Erwähnung verdient der Chair 23, ein fixgeklemmter Sessellift ohne Sicherheitsbügel. Wir verstehen nicht, wie das in diesem nach Sicherheit lechzenden Land möglich ist. Und eine andere Erwähnung bekommt die Giftgasquelle, die inmitten der Piste liegt und die 2006 tragisch drei Pistenkontrolleuren das Leben kostete. 

Mammoth Main Lodge
Chair 23
Top of Sierra




Giftgasquelle inmitten der Piste
Chair 23. Viele Verbote und Gebote aber kein Sicherheitsbügel.





Lifte: 10
Gondelbahnen: Panorama Gondola, Panorama Upper Gondola
Sesselllifte: Stump Alley Express, Gold Rush Express,  Broadway Express, Thunder Bound Express, Chair 23, Face Lift Express, High Five Express, Canyon Express

Earthquake Fault
Lower Inyo Crater

Mittwoch, 1. April 2015

31. März 2015: Californskication. Another geplatzter Plan. Und Grundlegendes.

Der geplatzte Plan
Eigentlich war für heute geplant:
1. Leaving Las Vegas
2. Skifahren im Las Vegas Ski & Snowboardresort
3. Death Valley

Bis vor 4 Tagen die Bombe platzte, dass das Las Vegas Skiresort ebenfalls Season End feiert. Wie Big Bear und Konsorten. Also gabs nur 1. und 3.. Letzteres dafür ausgeprägter. 

Grundlegendes
Bislang war ich mir nicht sicher, wie viel Wüstenbilder dieser Blog verträgt. Aber nun weiss ichs: Viele. Es ist erstaunlich, welche tollen Eindrücke Skireisen ermöglichen. Und darum gehts in diesem Blog: Um Skireisen, die zu Skigebieten führen. Und damit auch um das, was zwischen den Skigebieten liegt. 

Der Winter 2014/15 war in vielen Bereichen bemerkenswert. Zwischen der Fahrt durch die weisse Hölle in Norwegen am 2. Januar und derjenigen durch die heisse Hölle im Death Valley heute liegen nicht mal 3 Monate. Zwischen den -23° Grad in Hamar am 26. Dezember und den 102° Fahrenheit (39°) heute liegt eine knappe Woche mehr. Bei allen Gegensätzen bleibt allen Ereignissen etwas gemeinsam: Es befanden sich immer Ski in meinem Kofferraum. Und ich war dabei immer unterwegs von einem zu einem anderen Skigebiet. Morgen gibts dann hoffentlich wieder eines, das geöffnet ist.
Mount Whitney (4421m), höchster Berg der USA (ohne Alaska)